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rnen, daß daselbst weder schlechte Stücke, noch är-gerliche Schaufpiclcrbanden geduldet werden. Ausdieser Verbesserung kann nicht anders als unzaligesGutes entstehen, und der Landesherr wird sich ei-nes solchen Theaters als des leichtesten Mittels be-dienen können, den Aberglauben, die Scheinheilig-keit und Büberey der Pfaffen, und die Einfaltder Layen aufzudecken.
Wenn nun das Volk einmal mit dieser neuenArt zu denken und zu handeln vertraut ist, alsdannerst kann ein Fürst sich mit Hoffnung des Erfolgesan eine neue Gesetzgebung wagen. Die Gemütherwerden vorbereitet seyn, und sich nicht mehr wederentsetzen noch murren, wenn bald täglich etwasGutes und Neues, das dem alten Schlendrian aufden Kopfftrittet, aus Licht kömmt. — Wollte aberein Landesherr geradezu und unverzüglich nahm-hafte neue Verfügungen nöthig und unentbehrlichfinden, so trachte er wenigstens, vor allem aus demMüssiggang, der Quelle aller Volkesunruhen, zusteuern: Er beschäftige seine Unterthanen mit demAckerbau, mit den Künsten, Manufakturen und Ge-werben; d i. er mache daß der Staat blühe, undalle Glieder desselben ruhig und glücklich unter demSchatten seiner Verwaltung ruhen können. Als-dann wird ein frohbefchäftigtes Volk die Anstaltennicht achten, die in feiner Mitte getroffen werden;oder vielmehr , zufrieden und lebhaft durchdrun-gen von den bisherigen Proben der Weisheit seinesFürsten, fest glauben daß auch diese neue Vcrord-