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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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133
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Denken Sie auf ein geschicktes Mittel, dem über-mässigen Aufwand in den Haushaltungen, und be-sonders den; Pracht der Weiber Einhalt zu thun,welcher so manchen vorn Hausstande abschreckt, weiler sich ausser Stand sieht, das ausschweifende De-corum seines Zeitalters zu beobachten. Schräm!en Sie die Zahl der muffigen Schlingel, die manDiener nennt, ein; der kostbare Unterhalt derselbenerschweret ebenfalls die Heurathen nicht wenig.Für diese und andre dergleichen Verfügungen, wer-den der Feldbau, die Künste, Manufakturen undGewerbe, die dadurch unzählbare Hände gewinnen,Ihnen unendlichen Dank wissen.

Befördern Sie ferners die so unentbehrliche Si-cherheit der Landstrassen: Kein Meuchelmord , Tod-schlag oder Strassenraub hoffentlich wird künftigunbestraft bleiben, und Ihrem wachsamen Augentrinnen können: Kein Schutz und keine Gewaltauf Erde wird ihn dem rächenden Arm der Gesetzeentziehen. Folgen Sie HLerinn dem klugen Beyspieleder Aegyptier , welche sogar denjenigen auf dasschärfste bestraften der eitlen Mörder nicht an derThat hinderte, oder ihn nicht der Justitz überlieferte,wenn er das einte oder das andere thun konnte.Hiernächst, Heiligster Vater! Legen Sie IhremIrenen Volke mäfftge Abgaben auf, und ahmen Sienicht jene harte Landesherren nach, die in ihrenEdickten und Gnädigen Rescripten beständig von ih-ren Bedürfnissen, und niemals von Venen ihrerUnterthanen reden ; da doch die erstem meist einge-