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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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Gemeinen Mann entzünden, und sie / nebst demStaat den sie so übe! bedient haben, zmn Unter-gang reif machen.

Endlich belieben E. Heiligkeit, den Kirchen,Klöstern, Spithälern und andern solchen Stiftun-gen ihren »»nöthigen Schmuck, ihren Ueberflußan beweglichen und unbeweglichen Gütern abzuneh.wen, und solche durch kluge Hände unter die ar-beitenden Glieder des Staats auszutheilen. Sowird ein Reichthum, der vorher wie unnütze Steinedalag, mit einmal durch alle Adern der Gesell-schaft fliesten.

Nach Maaßgebe nun, daß Sie auf diese Artdie Bevölkerung vermehren, und den Feldbau wie-der ins Aufnehmen bringen, werden Künste, Ma.nufakturen und Gewerbe allmälig von selbst, undohne ängstliche Bemühung, sich wieder in IhrenProvinzen anbauen, ausbreiten und vervollkomm-nen; sobald Sie nur dem Künstler, dem Fabri-kant, dem Kauffmanne einen gütigen Blick gönnen,und den Schwung ihres Geistes sowohl als die Ar-^ beit ihrer Hände nicht, auf ein leichtes oder auflange Zeit hin, durch Ertheilung von Exclusivprivi-legien zu beschränken suchen; und diese aüernützlich.ste Staatesglieder, weder altzuschweren Auflagenund Zöllen, noch allzuharten Polizeybedtenten,noch überhaupt einer strengen unerbittlichen Regie-rung , dem Geitze Ihrer Minister, der Präpotenzdes Grossen u. s. f. unterwerfen; oder ihrem Gewinndurch die Nachlässigkeit in Ausbesserung der Land-,