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hätte sich dann vorher durch gewisse Cerimontenwieder von seiner Schande rein gewaschen Theseusreutete mit dem Schwerdt in der Faust, alle Mör-der aus, die auf den öffentlichen Landstrassen Lebenund Güter unsicher machten; und sein Vaterlandmußte ihm für dieses edle Ebentheuer ewig ver-pflichtet seyn: Dessenungeachtet/ gteng, wie unSplutarch in seinem Leben erzählt, sobald er fertigwar/ seine erste Sorge dahin / sich/ gewohnterWeift/ von dem noch so schuldigen Blute zu reini-gen welches er vergossen hatte. — Dergleichen An-stalten/ mein Leser! sollte Welschland sobald wiemöglich aus ihrer Aftbe wecken — Welschlandach! mein Vaterland/ wv/ zum unersetzlichen Scha-den des Staats und seiner Glieder / das Leben ei-nes Menschen wie für nichts geachtet wird!
Nachdem wir von der legislatorischen Weisheitder Egyptier mehrere Beyspiele dargebracht/ sowollen wir noch eines Gesetzes Erwähnung thun,welches wir dem grossen unsterblichen Könige Ama-sts zu verdanken haben; kraft dessen er seine Un-terthanen verpflichtete / daß alljährlich ein jeder vordem Statthalter seiner Provinz seinen Namen/Beruf und Begangenschaft angeben Mußte: Fandsich eine Aussage falsch, so wurde der Lügner mitdem Tod bestraft. Durch diese einzele Verfügungmachte Amasis 20000. Städte/ die durch die Aem-sigkeit ihrer Einwohner blüheten, glücklich und reich;und allgemeine Ruhe und Sicherheit waren dieanderweitigen edeln Früchte dieser Weisheit des