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Monarchen. Nach Herodor und Diodsv fandSolo» dieses Gesetz so treflrch, daß er solches auchzu Athen einführte, wo es zur Zeit des erstdenann-ten Geschichtschreibers »roch in Uebung war : UndMarsham beweist authentisch genug, daß schonDraco dasselbe von den EgypMrn entlehnt, undauf attischen Boden verpflanzt hatte. Möchte Ita-lien nur bald fernem Beyspiele folgen!
So erzählt auch Herodot von dem berühmtenKönige Deijoces , daß derselbe in allen Gegendenseines Reichs vertraute Leuthe bestellt hatte, welcheauf das Betragen der Grossen und Mächtigen al-lenthalben Acht geben, und zusehen mußten obetwa einer von ihnen die Schwachen und Niedri-gen seines Volkes zu unterdrücken sich erkühnte;da er denn allemal die Schuldigen auf das schärf-ste und ohne Aissehen der Person bestraffen ließ.Bey nns überschreitet die Präpotenz der Grosse»so sehr Ziel und Maaß, daß es nicht bloß nütz-lich, sondern unentbehrlich nöthig ist, auf sie einbeständig wachsames Aug zu halten, ihren Ueber-muth zu kränken, und in den schwerern Fällennoch thätlicher zu ahnden» Ich rede nicht von allen,aber doch von den mehrern: Und zwar besteht un-ser Adel entweder aus recht wackern oder dann auserzschlechten Leutheu, die man im schärfsten Zaumund unter der Ruthe halten muß. Also wärenichts ersprießlichers, als, eigens um ihretwillen,ein Tribunal anzuordnen, welches ungefehr demCensoramt zu Rom, den Ephoren zu Sparta, dm