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der starken Wallfahrt die dahin geschiehet/ theilswegen den schönen fetten Mönchen, welche mit be-sondrer Gefchrcklichkeit die Bauern zu schinden/den Einfältigen den Fuchsschwanz zu streichen, dieBeutel zu leeren / Teufel auszutreiben, kurz jedennach Staudsgebühr zu bedienen wissen, weit undbreit berühmt ist. In vielem Gottsyaufe fand icheinen grossen Bücherjaal, wo man alle Ausgabenvon der Llo, LLlEorum, den Sieben pojttUtieti,dem Such der Jungfrauen, Gaidels Enchiridionund so viele andere schönen Mörichsgerft- r antrrft.Hauptsächlich aber ist diese trefliche Btbliocheck anManuscripten arrs allen Zeitaltern und allen Ecien.zen reich. Darum h lt auch das Kloster einenBibliothekar, der in der Kenntniß des Alterthums,und vorzüglich der Diplomarick bewandert seynmuß. Der gegenwärtige nennt sich Pater Vene-dickt; ein Mann, der, seiner eignen Aussage nach,sich theils durch seine Keuschheit, die er von demTag an da er aus dem Leid seiner Frau Mutteran diese Welt stieg biS auf den heutigen, unver-brüchlich bewahrt und mitten durch alle Gefahrendes Mönchenlebens gerettet haben soll , theils we.gen feiner aushändigen unerhörten Kenntniß unle-serlicher Handschriften und Erklärungökunst derschwersten Stellen die nie darin» gestanden, m denallerhöchst verdientesten Ruff geftyer hat- Ausmeiner Art den Kopf, nach ferner Bestimmung,gerade zu tragen und auf gar keine Serie zu hän-gen; auö meinem ungezwungnen Blicke, den ich,