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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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diejenigen gerichtet, welche behaupten daß sieihre Beichtkinder und Sterbende betrogen ha-ben , um sich von der Ausbeute einen Bücher,vorrath anzuschaffen. Sie werden viellucht glau-ben, liebster Giuseppe! daß ich in obiger Erzählungvon meinem Sohn, nicht nach der Wahrheit, son-dern nach meinem Eigendünken, Ihnen irgend ei-nen von jenen Gelehrten habe schildern und durch,hecheln wollen, welche in unserm Welschland fürdie grösten und schätzbarsten gehalten werden. Aderdie Sache verhält sich wirklich so wie gemeldt;und konnte sich auch nicht änderst verhalten; dennweil mein unglücklicher Sohn von Leuthen ist un.terrichlet worden , welche nur allein in oderzähttenUngereimtheiten und Infamien grundgeschickte underfahrne Leuthe lind , so mußte nothwendig erfol-gen, daß der Schüler den Meistern gleich wurde.

Aber: Wie ist es möglich, werden Sie nur sa-gen , daß Ihr euern Sohn Leuthen von diesem Ge-lichter anvertraut, welche ihn nothwendig verder-ben mußten? Ach, mein Werthester, ich kanntekernen aus ihnen, da ich den Knaben in ihre Schuleschickte, und ließ mich eben von dem allgemeinenGerüchte bethören. Allenthalben hörte ich sagen:Dieser und jener ist uuter den Gelehrten, Theolo-gen , Rednern, Rechtsverstandigen, welche Italienauszuweisen hat, ein Lumen von der ersten Grösse;und ich, armer Mann, glaubte es, schickte meinenSohn zu diesen hochgeschätzten Männern, und crnd-tete dafür sein Verderben, und meine gegenwärtige