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,zkerne Fußstapfen zurück läßt ; oder wenn Er em„Rebhur. siehet, w.Iches gleich einem schnellen Pfeile„durch dre Lüfte flreat? — Jeder wirb beym ersten„Anblick dencen, die armen Thiere müssen am Ende„ihrer Bahn vom Schweisse bedeckt, und ausser„Athem seyn, weil sie so viele Beschwerden ausge-„standen haben , und doch macht es ihnen nicht,ssie g-^ugste Muhe, weil das Lausten des Rehes,„und das Fliegen des Nebhuns Natur ist. Wir„Menschen wurden bald verfaulen, wenn wir un.„ter der Erde wohnen müßten, wo doch der Maul.„wüst sich nährt, weil das seine Natur ist: Wer„von uns würde nicht ersticken, wenn er lange un-„ter dem Wasser bleiben müßte, wo doch die Fische„leben, weil es ihre Natur ist? Welcher Mensch„würde nicht im Feuer verbrennen, wo doch der„Salamander sich mit Lust aufhält, weil es seiner„Natur gemäß ist? Die Handlungen also, die der„Natur eines jeden gemäß sind, verursachen ihm,„wie die Philosophen lehren, nicht nur keine Be.„schwerlichkeiten , sondern Vergnügen. Wenn also„auch Ihr in einen Zustand gekommen styl, wo„Euch die Bußübungen, die Thränen, und das„Betten gleichsam natürlich sind , werden Euch denu„dieselben nicht angenehm seyn ? Warum das nicht?—Ein kindische unnöthige und langweilige Aushanf-fung vieler Beyspiele, da wo eines für seine Ab-sicht genug gewesen wäre, ist der erste Fehler die-ser Stelle; der zweyte ist, daß der Prediger unwis-send genug ist, den Unterschied zwischen dem Natur-