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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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293
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lehrsamkeit ; aber das, was gerade hernach folgt,verdient auch ausgeschrieben zu werden, um zu be,weisen, daß die Folgen, die er aus diesem gelehr-ten Kram zuziehen weiß, nicht weniger kindisch sind:Was für eine Belohnung habe dann ich (fährt erfort) diesen Marge,» von Euch allen zu erwarten,die ihr hier versammelt seyt, da ich in keiner an-dern Absicht vor Euch stehe, als um Euch einengrossen Verrätber anzuzeigen. Wer mag doch die-ses seyn; man nenne ihn , man offenbare ihn,ohne jemand zu schonen? Ja ich will ihn nennen;aber ich fürchte, ihr werdet es mir nicht glauben;denn er ist vielen von Euch so lieb, daß ich gewißbin, daß ihr ihn in Schutz nehmen, und Euch keinBedenken machen werdet, zu sagen, daß meineKlage unbegründet sey; fern davon, daß ich vonEuch Belohnung oder Dank zu? erwarten hätte:Aber ihr betriegt Euch, er ist gewiß ein Verräther,ein offenbarer Verrather, der alle Kennzeichen ei-nes solchen hat; und wehe denen, die sich nichtfür ihm in Acht nehmen : Und dieser Verratherheißt mit Namen die wclt. Da haben Sie nundie Entwicklung dieses gelehrten Rnoteris, dar?Ende von seinem hochgestimmten Liede. Wie derMann Euch doch mit hoher Feyerlichkeit einen kin.bischer, Einfall zu sagen weiß denn mehr als einEinfall ist doch das ganze Ding nicht, »nenn esschon mit so viel Histörgens aus der alten Geschichteverbrämt ist; und zwar ein schlechter, elender, lang-weiliger Einfall. Doch findet man ähnliches Zeug