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« schreibt, und mit so viel Kenntnissen pranget,„ der einfältige Name eines Sprachmeisters gar„ nicht ansteht, so begehre ich, daß ihr mir den^ Titel eines Professors von der Universität und das„ Privilegium gebet, allen meinen künftigen Nach-„ folgern in dieser Stelle und Titel einen Schand-„ fl- ck anzuhängen. „
Dieser Herr von Fraporta hat nun, wie Siesehen, die Fabeln des Hrn. Gellerts übersetzt; siesind einer Ueberfetzung werth, und haben eine leichte,stressende und natürliche Sprache. Wer konnte dochzu dieser Arbeit geschickter seyn, als eben unser Herrvon Fraporta- welcher in der Vorrede bezeuget,daß er seine Landeöleute verächtlich ansehen müsse;weil sie nicht wie andere Nationen die Werke derDeutschen in ihre Sprache übersetzen liessen; dennsagt er von uns Welschen, „ daß wir schläfrige, ein-„ gebildete, von phantastischen und lächerlichen Vor-„ urtheilen erfüllte Leute seyen , weil wir eine Spra-z, che vernachläßigen, welche an Reinigkeit, Schön-„ heit und Würde und an guten Schriftstellern der„ Unsrigen nichts nachgiebt. „ Er sagt ferner:
Ich erkenne den Werth der Deutschen Sprache„ so wohl, daß ich mich entschlossen habe, selbige„ aus allen Kräften zu studieren und zu cultiviereu,
und diejenigen Schriftsteller, welche darum dens, ersten Rang behaupten, in die Italienische Mund-„ art überzutragen. Ich mache den ersten kleinen„ Versuch mit gegenwärtiger Ueberfetzung von Fa-» betn und Erzählungen, welche ein Originalwerk