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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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334
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natürlichem Hang zum Geitz, der diesem Geschlechteanklebt, weniger freygebig in Schenkungen bey Leb-zeiten , als erst nach dem Tode seyn werden: DieseVerordnung, die den Stempel der Thorheit ihresStifters tragt, gäbe den Geistlichen ein neues Mit-tel in die Hand, die Diacomßmnen zu berauben.

Aus dem, was wir disdahm gesagt, erhellet,auf was Weise die Vorrechte des gersmchen Stan-des nach und nach zugenommen. Aber eben dieseVorrechte, welche dem Priesterstaude Müßiggangund Reichthum gewährten, reihten lehr viele Leu-te, denselben anzunehmen. Eine Menge nützlicherPersonen verliessen ihre andern dem Staat nothwen-digen Beschäftigungen, um in den geistlichen Standzu tretten, fürnehmUch war dieses bey Magistrats-personen in kleinen Städten gemein; und die Kay.sere wurden bald in die Nothwendigkeit gesetzt, die-ser Unordnung Einhalt zu thun. Constanttn warder erste, weicher em Gesetz dagegen machte, wo-rinn er yo ordnete, daß keine Magistratsperson 5noch der Sohn einer so chen, noch irgend ein wohl-habender Mann, noch eitler von denen, welche zuöffentlichen Geschäften tauglich wären, in den geist.liehen Stand tretten solle, daß hingegen, wenn einGeistlicher stürbe, seine Stelle mit irgend einem ar-men , und zu öffentlichen Geschäften untauglichenMann besetzt werden sollte. Dieses Gesetz ist zwarnicht mehr vorhanden, aber der Innhalt desselbenist von Constantin selbst L lll. Lo6. Ikeoff. Lpil'e.-L Oier. angeführt, wo der Kayser noch verordnet,