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daß diejenigen geistlichen Personen, welche diesenStand schon vor der Kundmachung dieses GesetzeSangenommen hätten, von den Obrigkeiten nicht ge-nöthiget werden sollten, denselben wieder zu verlas-sen , sondern daß diese Verordnung nur diejenigenangehe, welche nach der Kundmachung dawiderhandeln würden (*). Aus diesem Beyspiel erhelletauch die damalige Gewalt der Fürsten über die Geist-lichkeit : Denn der Kayser bestimmt in diesem Ge-setze nicht nur, wer in den geistlichen Stand wet-ten , sondern auch wie groß die Anzahl der geistli-chen Personen seyn solle; denn er verbietet, eine Per-son in diesen Stand aufzunehmen, ehe ein Priestergestorben ist, und befiehlt, daß jeder, welcher gegendiese Verordnung in den geistlichen Stand wettenwurde, desselben entsetzt, und dem Staat zurückge.
(*) h>. III. Loä. Ibsocb cle k^pile. L Oler. tzuurn con-Kitutio einig» prXcipit rml'rim cieiircexs Oecurionem,Vel ex wecurione xro^euitum, vel etiam inkrnÄuinrcioneis k»cult»tibu8, »igue obeuncii8 publici8 mune-ribun oxporeumvim aä Llericorukn nnirien, obleguium-<jue coutin^ere ; deck eo8 cle cetero iz clekunÄornmänntsxkN ^uricorum loc» subroz»vi, <p,i torNm» te-NU68 NLgue muneribii; civi1iku8 t.enermtur obüriÄi:co^novimu8 illo« etiain in<juiet»ri, gui rrMe le^is pro-rnul§»tionem Llericoruin te conlortio lociaverint -icleogue prrecipimu8 bi8 ab oimü inolelli» liberatis,illo8, gut xoü 1e§em 1»tum obbeguia Public» clecli'-rl»nle8 »ä Olericorum numerum conkuZerunt, procill»h eo corpore lezreMos, 6uriX, orilinibu8gue re^llitui. L civilibuL obteWÜ8 inlervire.