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Ordnung gekonrmene Geld- und Münzwesen zureguliren und es war genau betrachtet eine An-leihe, welche die Regierung zu diesem Behufemachte, wogegen sie, außer den Zinsen, denDarleihern noch ein Bankprivilegium gab.
Der Curs des umlaufenden Papiergeldeswurde gegen Conventionsgeld wie 5 zu 2 sirirt,d. h. 100 Gulden Papiergeld wurden 40 GuldenConventionsmünze gleichgestellt. Um das Vank-eapital zusammen zu bringen, wurden 100,000Actien geschaffen, die nominell auf 1000 GuldenMünze lauten. Man gab dafür 1000 Gulden inPapiergeld und 100 Gulven Conventionsmünzeals Aufgeld, also im Ganzen, da 1000 GuldenPapiergeld gleich waren 400 Gulden Conventi-onsgeld, 500 Gulden in Conventionsmünze. Vondiesen Actien sind jedoch nur 50,621 Stück wirk-lich ausgefertiget und verkauft worden, die übri-gen hat man zurückgezogen. Das ursprünglicheBankcapital betrug daher 5,062,100 Gulden Münzeund 50,621,000 Gulden in Papiergeld, welche,auf Münze reducirt, gleich sind 20,248,400 Gul-den, so daß der ganze Bankfonds, auf Conven-tionsmünze reducirt, gleich gewesen sein würde25,310,500 Gulden. Das eingezahlte alte Pa-piergeld wurde vernichtet und die Regierung stellteder Bank dafür verzinsliche Effecten aus.
Sie löset jährlich eine Partie alter Staats-papiere, oder sogenannter wiener Wahrung, zudenr bestimmten Curse ein und es waren davon,nach dem' neuesten Jahresberichte der Bank, am1. Januar 1840 nur noch für etwa 13,430,188Gulden in Umlaufe.
Als Bankinstitut giebt sie Noten aus zu 5,10, 25, 50, 100 und 1000 Gulden, die auf Ver-langen gegen 20Xr., welche das Bankgeld bilden,-eingelöset und überall, auch in den öffentlichen(Lassen, als baares Geld angenommen werden.Sie umfaßt folgenden Wirkungskreis. 1) Siediscontirt in Wien zahlbare wenigstens mit 3 gu-ten Gins versehene Wechsel, die nicht'unter 10und nicht über 90 Tage mehr zu laufen haben/ausgeloosete Staatsschuldscheine, Coupons .undMünzamtsscheine. 2) Sie giebt Darlehne zu 4 ",Zinsen auf 15, 30, 45, 60, 75 bis höchstens 90Tage, auf Gold und Silber, inländische Staats-papiere und dem Verderben und der Mode nichtausgesetzte Waaren. Auf Staatspapiere schießtsie jedoch nur I des Börsenkurses vor. 3) Sienimmt gegen Gebühren Depositen an. 4) Sieweifet mittelst ihrer Zweigbanken zu Brunn,Prag, Lemberg, Grätz, Trieft, Linz, Jnspruck,Ofen, Temeswar und Hermannftadt, Gelder aufdiese Orte an und zahlt von daher auf sie ange-wiesene Gelder aus.
Die Verwaltung besteht aus einem Gouver-neur, einem Stellvertreter desselben und 12 Di-
rektoren. Ein Ausschuß von lOO Actionarrs re-präsentirt die Gesellschaft und halt alle Jahre eineVersammlung, in welcher ihm eine Uebersichtder Bankgeschäfte des verflossenen Jahres vorge-legt wird.
Die heurige General-Versammlung desselbenhat am 8. Januar stattgefunden und die von demGouverneur der Bank dem Ausschüsse vorgelegteallgemeine Uebersicht giebt folgende Resultate:
Es wurden:
1) 73,136 Effecten im Betrage von 343,508,802Fl. 29 Xr. discontirt.
2) auf 45,555,650 Fl. 27 Xr. an Pfändern25,648,600 Fl. vorgeschossen.
3) für 74,404,407 Fl. 9 Xr. an Depositen an-genommen.
Die Gesammt - Ein-nahme betrug 1,156,740,707^Fl. 37 z Xr.Die Gesammt-Aus-
gabe betrug 1,089,981,339 Fl. 39z Xr.
so daß in den Cassen
verblieben 66,859,367 Fl. 58 Xr.
Der Reservefonds, der, für unvorhergeseheneFälle, aus einem Theile der gemachten Gewinnegebildet und alljährlich vermehrt wird, war aus5,538,472 Fl. 5 Xr. angewachsen.
Es hatten sich für das Jahr 1839 folgendeErträgnisse ergeben:
1) bei dem Diskontoge-schäfte .... 2,382,583 Fl. 25 Xr.
2) bei dem Leihgeschäfte
und den Depositen 410,738 Fl. 1 Xr.
3) beidemAnweise-Ge-
schäfte .... 36,807 Fl. 281 Xr.
4) an Zinsen von demStammvermögen der
Bank .... 2,164,705 Fl. 25z Xr.
5) an Zinsen von dem
Reservefonds . . 221,538 Fl. 57 Xr.
Die Summe des Gewinnes
betrug daher . . . 5,216,373 Fl. 16z Xr.
Die Unkosten betrugen . 662,560 Fl. 11 Xr.
Es verblieb also baarer
Ueberschuß. . . . 4,553,813 Fl. 5-Xr.
Auf jede Aktie kamen daher 89 Fl. 57 ?z Xr.,wovon 88 Fl. zur Dividende bestimmt, der Ue-berrest aber zum Reservefonds geschlagen wurde.
Bonden Unkosten kamen 189,176 Fl. 35 Xr.auf Fabrikation von Noten und auf Vorauslagenfür eine ganz neue Notenfabrication, die sich da-durch nöthig gemacht hat, daß im Jahre 1839viele falsche Noten, besonders 50 Guldenzettel, inUmlauf kamen, zu deren Anfertigung sich in Eng-land eine ganze Gesellschaft vereiniget hatte, wes-halb die alten Noten,eingezogen und dagegen neueBanknoten in Umlauf gesetzt werden sollen.
Unter solchen Erträgnissen ist es sehr natür-lich , daß der Preis der Bankaktien sehr gestiegenist. Gegenwärtig wird ihr Curs (Mai) 1855—1860 Fl. Conv. notirt und sie werden voraussicht-lich, wenn der Frieden erhalten wird, noch eineweitere Steigerung erfahren.
Die Actien sind sämmtlich auf den Namengestellt, können aber übertragen werden und manhat dabei darauf zu sehen,
1) daß die Sessionen die freie Uebertragunggestatten,
und
2) daß den Actien, welchen das rothe Coupons-zeichen beigedruckt ist, auch die dazu gehö-rigen Couponsblätter bestiegen, deren fürjedes Jahr 2 sind.
Es ist räthlich, Actien, die mit einer amt-lich vorgemerkten Namensunterschrift beurkundetsind, zu Vermeidung später möglicher Anstände,in Zeiten umschreiben zu lassen. Im Verkehrewird jedoch auf die Umschreibung selbst nicht im-mer so genau gesehen.
Werfen wir nun einen Blick auf die zeitheri-gen Erfolge der Bank, so sind sie nur allseitiggünstig. In Bezug aus staatliche Zwecke hat siedie Einziehung des alten Papiergeldes beinahevollzogen; sie hat Festigkeit und Ordnung in demzerrütteten Münzwesen wieder hergestellt und er-spart dem Staate, da ihre Noten wegen des gu-ten Credites, den sie haben, überall statt baarenGeldes umlaufen, die kostspielige Unterhaltungder durch sie ersetzten Metallmünze. Er hat sichdaher bereits bereitwillig erklärt, ihr ablausen-des Privilegium auf anderweite 25 Jahre zu ver-längern und sich nur einige Modifikationen in denStatuten ausbedungen, weshalb man sich gegen-wärtig bereits mit der Revision derselben beschäf-tiget.
Den Actionairs bringt sie immer steigendeDividenden, die nicht nur den auf 3H berechnetenZins decken, sondern auch immer bedeutendereSupradividenden geben. Jede Aktie hat an Zinsund Dividende bis jetzt erhalten:
1816,
30 Fl.
1828,
63 Fl.
1817,
32 - 55 Xr.
1829,
63 -
1818,
47 -
1830,
67 -
1819,
38 -
1831,
70 -
1820,
44 -
1832,
68 -
1821,
49 -
1833,
64 -
1822,
58 -
1834,
61 -
1823,
58 -
1835,
66 -
1824,
59 -
1836,
78 -
1825,
64 -
1837,
77 -
1826,
68 -
1838,
76 -
1827,
68 -
1839,
88 -
und die Actien sind demgemäß auf 1860, alsoum 3660 gestiegen, wodurch auch das Capital-