Band 
[Band 1]
Seite
413
JPEG-Download
 

V

Am Bedingnissm/ mit wekchen man ihn inFrankreich behalten wolite, in sein Vater-lanb zuràck. Mahlte fur verschiedene Nie-derlándifche^Kirchen/ die Kônige m Frank-reich und «Ochweden/ dm Prinz Stadthal-1er und den Bisthofzu Lûttich. Dtarb alsChorherr des Paulinsschm Collegiums A.1675. und wurde in der Dominicancr-Kir-che zu Lûttich/ die er zu feinem Erben ein-gefetzt hatte/ begrabe». Cr hatte ein treili-ches Genie , viel Feuer, und verstund dieGewohnheiten / Gebrâuche und Mtiquikâ-tcn / auch die Bau-Kunst fehr gut. Seinerichtige Zeichnung ist der grôtzten italiâni-fihm Kûnstler wûrdig , und siine Fárbungvvrtreffich. Nach stinen Rissen wurden dieDominicaner-und die Cartheufer-Kirchen zuLûttich aufgefûhrt. Descamps P.2. p. 226. G.lamand (Francifcus). Siche Quesnoy.lamen (Albertus). Man Hat vvn ihmeinige klcine Bûcher von Thieren , Vôgeln >,Ftschen rc. welche mit einer sthr fchônenund meisterhaften Manier in Kupfer gcetztfind.

Flamen (Anselmus) / Bildhauer von S.Omer in Artois; gebohren A. 1647. Lern-te bey Cafpar Marcy. An dem Garten derThuilleries ist die Entfûhrung der Orithiedurch Boreas; in der S. Pauls-Kirche dasGrabmahl des Hcrzogs von NoaiUes ; und inder Jnvaliden-Kirche ein Engel/ der die àOel-Flasche hait, von seiner Arbeit. Erwurde Profcssor der Académie zu Paris A.1701. Starb A. 1717. ^ Sein Sohn glei»chen Ramens wurde A. 1708. in die Acadé-mie axfgenommcn. Guarienti v. 172.

Fleael (Georgius), ans Mahren; mahl-te Fnlchte, Fifche/ Glâstr/ Gefàsse von al-kerhand Metallen rc. und wurden seine Ge.máhlde wegen ihrer natûrlichen Vorstellun-gen und flessiger Behandlurrg stark gefucht.Arbeitete zu Frankfurt am Mayn / allwoer um das Iahr 16 ;6, starb. SandrartP. i. w 297.

Flepp (Jofephus) . Siehe Plepp.

Fleur (Nicolaus la). Siehe Flora.

Flinck (Gvvaert ), gebohren zu Cîeve A.*6ì6. Lemte bey Lambert Jacobs undPaul Rembrand/ dessen Manier er in Por-trasten gánilich ftlgte. Arbeitete sûr dm

N m

Churftrsten Friederich Mlhelm von Bran-denburg / den Prinz Moritz von Oranien,und fur andre grosse Hercen , derer Gmrstund Hochachtung er votiig gewonnen hatte.Flinck sammclte ein kostbares Cabinet vonGemâhlven/ Statûen/ Basreliefi / Zeich-nungen / Wassen rc. nach des Rubens Ge-sthmack. Seine Kupferstiche und Handrisseallein wurden nach feinem Tod um 12000.Gulden verkauft. Starb A- 166©. Dcstcamps P. z. p. 246. (8.

Floetner (Petrus), ein berr'ihmter Bild-schuitzler zu Nûrnberg; sthnitte auf ein Kûl>horn ii;. Gesichter von Manns-und Wcibs-Perfonen / auch fehr kleine Figuren auf Co-rallen. Er verfertigte meistens Portraite,Figuren und Historien in Stcchstein / derensich die Goldsthmiede zu ihrcn Werken be-dienten. Starb A. 1546. Doppelmanr p.>y2.

Flora (Nicolaus Wilhelmus »), Blumen-Mahler in Miniatur und Stickwerk ausLothringen; arbeitete zu Rom , allwo er A.16; 8. zwôlf geetzte Blumen - Stûcke mit sei-nem Portrait in Kupfer hcrarisgab. A. 1666.wurde er in dastger Académie S. Lucas ein»gefchrieben. Felibien P. 4. p. 426. G.

Flore (Francifcus de) / Mahler zu Vene-dig; vcrbessertr die Mahlerey von der har-ten und trockiren Manier der Vanialigen Zei-trn / »nd brachte sie hicrdurch wièder insArssnehmen. Seine Gemáhlde sind durchVie Lange Ver Zeit zu Grund gegangen.Er starb A. 14; 6. und liegt in dem Creutz-gang des Klosters S. S. Johann es undPaulus mit einer Grabschrift bcerdigt. Ri-dolfi P. 1. p< ig. G.

Flore (Jacobellus de), Ves FrancifcusSohn ; mahlte zwar noch an vielen Ortenzu Venedig nach der Griechifchen Manier ,seine Arbeit aber wird dadurch ertràglich/datz man in felbiger an Gewândern/ Minenund Stellungen vicies verbessert findet / alsin dem Gerichls-Saal/ del Proprio genanntallwo er die Gerechttgkeit r die Engel Mi-chael und Gabriel mit der Untcrfchrift:cobellu8 6e Flore pinxir K. 1421. vvrstellte,in diefen Tafeln sieht man sthr lebhaft gemahlte Thiere. , Er ziertè auch die Figurenmit ganz narûrlich scheinenden fliegendenGewândern. Man findet »n der Echut dclla

Bb Carit»