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vecnt und ber) Carl le Brun. Zu Venedigverliebte er sich in die dasige Manier, sodatz er solche nachher bcstándig beybehielt.Nach seiner Znrûckkunft aus Italien wur-den lhm gleich die wichtigsten Arbciten furden Kônig und die vornehmsten Kirchen zuParis anverlraut , da er unter andern dieTrauungs - Capelle der Kirche S. Eustacheauf nasse» Kalk mahlte, und darinne mitPeter Mignard wegen dessen Arbeit in derKirche Val de Grâce um den Vorzug strilt.Diefe und viele andere Werke, welche erhin und wieder in dem Kônigrcich verfcr-tigte, breiteten seinen Ruhm auch aussertdemselben auS. Der Lord Montaigu beriefihn nach London, in desscn schôncm Pallastzu London er zwey grosse Plafonds mahlte,und in felbigen mit eincr poetifchen Ersin-dung, bczaubcrnder Colorit, vortresiichemDcrstand und grosscr Composition die Ver-gèttcrung Isis und die Verfammlung derGôtter vorfteltte. Man fuchte ihn detzwegenunter grossen Verheissnngen in England zubchalten, welches er aber anzunehmen sichweigerte, weil er um die gleiche Zeit durchden beruhmten Manfard in Frankreich zurûckberufen wurde. Er war Director, Canzlerund Rector der Académie zu Paris, undstarb dafelbst A. 1716. Eine inarkigte Mah-lerey, eine gute Kenntnitz der Colorit und ei-ne vortrefliche Wurkung derfelben in Schat-ten und Licht machen feine Arbeit vor an-dcrn bcràhmt, wogegen man feine Composi-tionen allzuûberhânft und zuweilen plump,seine Gewânder fchlecht gefaltet, und feineFiguren vielmalen allzukurz, findet. Argcns-ville P. 2. p. ;;8. G.
Fouchter (Bertrand), gebohren zu Bergop zoom A. 1609. Lernte bey Anton vanDyk und Johann Btlaert. Reiste i» Ita-lien , und studirte vornehmlich nach denWerken Tintorets. Zu Rom war er imBeariff, unter der Regierung Urbanus desVllI. welcher die Kunste liebte, sein Gluckzu machen, musite aber wegen eincs widri-gcn Zufalls diefe Stadt perlasse». Arbeite-te darauf zu Florcnz und auf semer Heim-reife zu Paris. Seine italianifche Manierwar in feinem Vaterland nicht beliebt, ba-her er Brouwers erivâhlte, und meistens
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Conversations-Stl'îcke, in daim er brfondersgll'icklich war, mahlte. Starb in feiner Geburts-Stadt A. 1S74. Dcscamps P. 2. p. 142. G.
Foulon, ein beruhmtcr Bildhauer i»Lothringen, dessm Gucudeville P. ;. p. 1^4,Melduna thut.
Fouqûier (Iacobus), gebohren zu Ant-werpen um das Iahr i?8o. Lernte beyJodocus Moniper, Johann Breughel undP. P. Rubens. Er wurde durch feine prâch-lige Landfchaften beràhmt. Der Churfûrstin der Pfalz belohnte seine Kunst: QelbstRubens bediente sich seiner Arbeit in viclenhistorifchen Gemâhlden. In Frankreich cr-hob ihn Ludwig der XIII. in den Adelftand.Ueber diefe Ehre war er fo empfindllch , da§man von ihm fagt, er habe sinther niemalsanders als mit dem Degcn an der Scitèngearbeitet, ja er gieng in seiner thôrichtenEinbildung fo weit, datz er seine Kunst, ausFlircht sie môchte feinem Stande nachtheiligftyn, gar vcrabfáumte. Allein diefer lácher-liche Otolz setzte ihn in fo elende Umstânde,datz er seine Zuflucht bey eincm semer Kunst-genossen, der ihn ohne Entgelt zu sich nahm,fuchcn mutzte. Die Fàrbung diefes Kûnst-lers ist fehr lebhaft, er wutzte die Baumewohl zu behandeln, mahlte auch gar guteFiguren , und war fo wohl in grossen alSin klcinen Stuckcn vortrefltch. Man tadeltan seinen Landfchaften die mit allzuvielenDingen uberhâuftc Composition und den all-zustarken Gebrauch der arunen Farbe. Ermahlte in den Gallerien des Loubre verfchie-dene Prospecte der Kôniglichen Schlôsser rc.Starb zu Paris A. 1659. Argcnsville Ed. 2,P. p. zi;. G.
Fracalanza (Nicolaus), mahlte in derKirche S. Iohannes della Beverara zuBologne. Pozzo p. 57. G.
Fracanzano (César), Mahler ;u Nea-polis ; lernte bey Joseph Ribera. Vcrfer-tigte fur die Kirche der P. P. Oratorij da-selbst die Tafel der Empfângnitz Maria. Ar-beitete zti Paris nm bas Iahr 1660. SeinSohn Michael Angélus wurde von ihm undfeinem Brudcr Franciftus in der Mahlereyunter>viefen, welche er aber bald an dieSchaubl'ihne vertauschte, wetzwegen er inFrankreich berufen wurde, und von dem
Kônig