Garbo (Raphaël del), gcbohren zu Flo-renz A. »466. Lernte bey Philipp Lippi.Mahlte anfánglich mit einer wohlausgear-heiteten, zarten rmd lieblichen Manier undsehr schènen Gesichtszàgen, in welchen erauch seinen Lehrmeister àbertraf; so iang ernun auf solche Weise arbeitete, wurdc erzu vielen ôffentlichen und Privat-Werken be-rufen. Nachhcr aber, es fty wcgen beschwer-ter Haushaltung, oder aus Kleinmsithigkcit,oder Abnehmcn des Verstandes , nahm erin der Kunst sehr ab , und endete sein Le-ben A. *924. mit schlechtem Ruhm. Va-sari P. 3. P- 47. G.
Garcia ( Michael und Hieronymus ),Zwilliugs - Bruder von Granada gcburtig ;waren so wohl i» der Mahlcrey aïs in derBildhauer - Kunst genbt. Die Werke dieftrbeyden Kànstler, welche;u den Zeiten Phi-lipp des IV. florirten, sind sehr schwer zuunterscheidcn. Velasco No. 109.
Gargiuli (Dominicus) , genannl MiccoSpadaro; gebohrcn zu Neapolis A. 1612.Lernte bey Angélus Falcone; mahlte sehrftrtig und mit guter Manier. Unter seinenWerken sind die vornehmste in der Nonneu-Kirche S. Maria della Savicnza zu schen.Man findet auch Landschaften und Sce-Stà-<ke von seiner Hand. Er ftarb A. 1679.Domcnici P. z. p. 19°. G.
Garnier (Johannes), Portrait - und Or-nament - Mahler von Meaux. Arbeitete zuParis. Kam in die Académie A. 1672.und starb A. 1709. in dem 7;. 3 ahr seinesAltérs. Guerin p. 2,0.
Garnier (Ludvvicus), Bildhauer zu Pa-ris ; arbeitete einige Statsien fur den Kô-niglichen Garten zu Versailles/ derer Abbistdung in des Simon Thomas,in Sammlungzu finden ist. Verfertiqte auch den bcrsihm-ten franzdsischen Parnasse fur den Herrn Ti-to» du Tillet. Starb A. 1728. in dem89. 3 ahr seines Altérs. Piganiol.
Garnier (Petrus). Siehe Granier.
Garofalino (Hiacynthus) / gcbohren zuBologne A. 1666. Lernte bey seinem Vet-ter Marc Anton Franceschini und ahmte des-fen licbliche Manier nach. , Mahlte zu Bresteia nebst seinein Mit-Schûler Ferdinand Cai-ro an dem Gewèib der Kirche S. Antonius
in drey Abtheilungen die Thaten dieses Hei-ligen. Arbeitete auch in verschiedenen Kir-chen , Pallàsten und Privat-Hâuftrn zu Bo-logne in Oehl-Farben und auf srischen Mor-tel. Starb dasclbst A. 172;. AcademiaClcmcntina P. 1. p. 343. G.
Garofalo (Benveunto), genannt Tisio;gebohren zu Ferrara A. 1481. Lernte beyDominicus Lanetti, Bocaccino Bvcacci,Johann Baldini und Laurentius Costa. ZuRom sahe er die Werke Raphaels und Buo-naroti, deren Bctrachtung ihm seine bishc-rige trockne Mannr verbessern hais/ und stu-dirte zwcy Jahre uach ihren Geniáhlden,wodurch er solchcrgestalt in der Kunst zu-nahm, dasi seine Werke in Ansehung derComposition, der Stelinngen, der starken ,angenehnrcn und zarten Cvlorit, der grànd-ltchen Zeichniing und des Ganzcn nach Ra-phaels Manier eingerjchtet waren. In seineStsicke mahlte er eine Nelke/ welche in ita-liânischer Sprache Garofalo heisit. In dem70. Jahr seines Altérs wurdc er blind , undstarb A. 1999. Vasari P. z. p. 948. G.
Garofalo (Carolus)/ Mahler zu Neapo-lis. Lernte bey Lucas Giordano; mahlteauf Glas und Crystall sehr viele Stsicke,welche zu Auszierung der Schrànkcn undSchreibtischcn djenten;,cr verfcrtigte derglci-chen Arbeit fsir den Konig in Spanicn Carlden II. der ihm Zeit Lebcns ein starkes Iahr-Geld verordnete. Starb uni das Jahr1706. Domcnici P. z. p. 492. G.
Garoli (Petrus Franciscus), Mahler undBaumeister von Turin; gcbohren A. i6zg.arbeitete, zu Rom, und wurde A. 1679.zum bestándigen Professor der Perspectiv indasiger Mahler - Académie verordnct. Erstarb dasclbst A. 1716. Pascoli P. 2. p. 190. ©.
Garri (Gcorgius), ein beruhmtcr Biu-men-Mahler zu Neapolis; lernte bey Nico-laus Casissa. Arbeitete nach des AndréasBclvedere Manier, und starb um das Jahr1751. Seine Tochtcr Colomba, des Tho-mas Castellano Ehcfrau, ivurdc ur Diuinen,Perspective», Fischereyen, Ksichen-Stucken rc.vortreftich, worinne sie auch ihrc Tôchterun-terwics. Johannes stin Bruder war ein sehrguter See- und Landschasten-Mahler. Do-meiiici P. z. p. 974.
Gar.ner