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kam, bey I. Laurentius Bernini, welcherihm mit gutem Rath beystund, und fursein Gluck strgre. Seine erste Anfânge wur-den schon fur Meisterstûcke gehalten. Ersah stch in kurzer Zeit in dem Stande, furfich stlbst zu arbeiten, und bekam vielfâltigeGelegenhcit, seine Geschicklichkcit in ôffcntli-chen Gemáhlden zu zeigen. Die Kuppel dcrIefuiter-Kirche Icfu wird fur sein vornchm-fies Gcmàhld gehalten, und kan nicht ge-uugfam bewundert werden: Er stellte in der-selben die Offenbarung des gefchlachtcten undunbesteckten Lamines, und an dcr Mitte desGewôlbs den Himmel und die Holle, wel«che vor dem N amen Iesti ihre Knie biegcn,sehr meisterhaft vor, und fcheinen die grosseFigure» der Verdammten wûrklich aus demGewôlbe herunter zu sturzen. Diefes Wcrkmachte feinem Meister grosse Ehre. Er starbzu Rom A. 1709. Gauli arbeitete mil ei-ner solchen Fertigkeit, dast seine Hand cini-germasse» der Ungestummheit seines Gmiefolgte: Er hatte grosse unb kûhne, zuweilenauch seltfaine Idecn, seine Figuren fcheinensehr erhobcn, er war ein gutcr Colorist unbin den Verkûrzungen vortreflich. Man be-schuldigt ihn einer grossen Unrichtigkeit in derZeichnung und eines sthlechteu Gefchmacks inden Gewàndern. Seinrn Sohn Alexauderunterwies er in der Bau-Kunst, und dieferstarb A. 1728. Argensville Ed. 2. P. 2.p. G.
Gebhard (Andréas), Mahler zu Nurn-berg; gcbohren A. ió$6. Lernte bey Jo-hann Mànck. Arbeitete auf nasse» Mortel ,in welcher Art er viele Hànfer stiuer Vater-Stadt auswendig mit schoneu Erfinbungenzierte. Starb A. 1725. Doppelmayrp. 280.
Gebouw (Antonius), gebàrtig von Ant-werpen; studirte in Italien, und war zusciner Zeit ein guter Historien-Mahler. Erlebte um das Iahr 1660. Weycrmann P. 2.
p. 21
Geel (Iohanncs va»), dessen gedenketHoubraken in feinem Mahler - Buch. Ga-briel Mezu war sein Lehrmeister. Er mahl-te Conversations-Stucke, und wird unter dieguten HoUândischen Mahler neuerer Zcitengezâhlt. Remy p.
Geraerts (Iostphus Martinus) , geboh-nn zu Antwerxen A. 1707. Lernte bey
Abraham Godyn. Wurde A. Pro-fesser der Mahler-Academie, und war einerdcr séchs Directorcn derselben. Er folgtedes Jacvbs de Wit Manier in Nachahmungdcr Basrclicfs von Erzt, Marmor, Gipsund Holz. Seine Gemâhlde wurden insremdm Landen sehr gefucht. Remy p. 72.
Geest (Iacobus van), Mahler zu Ant-werpcn um das Iahr 1600. Von scincnVerdienstcn findet man keine andre Svmcnaïs die Gedichte des bcrsthinten Vondel.Defcamps P. 1. p. 269.
Geest (Wybrand van ), Mahler aus Friesi-land; war in Historien sehr beruhmt, auchftlbst in Italien hielte man viel cuf ihn , daer gcmciuiglich der edlc Frietzlânder genenntwurde. Von stinem Flcitz in dem Stndi-ren nach den Anticken kan die Sammlungvon Statuen, welche A. 1702. zu Amster-dam in Druck heranskam, zeugen, da erjedes Meisters Manier genau nachgezejchnet,und das Ort, wo folche gesehen werden,angemcrkt Hat. Sein Sohns - Sohn glci-ches Ramens lernte die Mahlercy bey An-ton Coxcie. Defcamps P. i. p. 402. G-
Geiger (Ioh. Conradus) , gebohrcn zuZurich A. 1,97. Lernte bey Christoph Rû-fcheler. Mahlte auf Trink- und Sviegel-Glâser, welche vielen Fàrsten unb Herrcnzum Geschenk àberstndct wurden. Verfer-tigte als ein geschickter Feldmcsser eine sehrgrosse und mit ungemeinem Fleitz in Mas-ser -Farben gemahlte Landkarte des Zûrich-Gcbicts, welche von den Kennern mit vie-lem Vergnûgen auf dcr Stadt - Biblisthekdaselbst gesehen wird. Johann Meyer brach-te ste in der Grosse des vierten Thcils vondem Original in Kupfer. Starb A. 1674.Fûtzlj P. i. p. 90. G.
Gelder (Arnoldus), gebohren zu Dort-rccht A. 1645. Lernte bey Samuel Hoog-straatcn und bey Paul Rembrand, bey wel-chcm er es so weit brachte, datz er mit ihmum den Raug streiten durfte. Seine Arbeitwurde sehr gefucht, und in ausserordentlichemPreife bezahlt. Er arbeitete zu Dortrecht,und starb A. 1727. Gelder folgte stinemzweytcn Lchrmeister in allen Thcilen , befvn-ders in der Manier seine Figuren zu kleidcn;er kaufte zu folchem Ende alte Kleider, Fah-nen, Scherpen, Stiefel rc. so datz seine
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