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[Band 1]
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ruug auf gôldene Blatten von getriebenerArbcit z» verftrtigen, wclche zu Auszierungder Bânden der Bûcher, tu welchm die Ko-nigliche Kriegs - Thaten vorgestellt waren,dienen sollten : Dieses ist in seiner Art dassthônste Werk, so jemals verftrtiget worden.Er wurde detzwegen reichlich belohnt, underhielt eine Wohnung in den Gallerien desLouvre. Er schnitt anch einige Stempel zuMédaillé» und Zahlpftnningen, von den vor-nehmsien Begebcnheiten ber Kôniglichcn Re«gierung. Sein ûbertriebnerFlcitz und seineschwáchliche Gesundheit verkûrzten ihm seinLeben; er starb A. 1684. la Coinbep. 276. G.

Germain (Thomas), des obigcn Sohn;datte das Unglûck, seine» Vater in dem eilf-ten Jahr seines Altérs zu verliebren, dcssenKlinst er aber nicht nur gleichsam erblich er-langte, sonder» auch dergestalt vermchrte,datz er in dein zwôlften Jahr tûchtig befun-den wurde, eine Reise nach Rom zu thun,allwo er in der Capclle S. Jgnatius derKircke Jesu ein Basrelief verfertigte. Nachseiner Heimkiinft arbeitete er sûr den Kônigein grosses Gcfàtz von Silber, und sûr dieCarhedral-Kirche zu Paris zwey 25. .Schuhhohe Sieges - Zeichen. Der Churfûrst vonBayern lietz ihn einen goldnen Kelch mit er-habenen Figure» verftrtigen. Dieser vortres-liche Mann ûbte sich auch in der Bau-Kunst,er gab die Zeichnungen zu eiuer pràchtigenKirche zu Livorno, und die Kirche S. Louisdu Louvre zu Paris wurde unter seiner Auf-ficht erbaut. Er starb A. 1748. in déni 7;.Jahr seines Altérs, und hinterlietz einenSohn, welcher den Ruhm seiner Vorelternauf eine ausnehmende Wcise unterhielt. laCombe p. 276. G.

Germisonl (Philippus), zu Rom. Lern-te bey Carl Maratti. Verfertigte Gcmàhldevon Saft-Farben auf Tuch, welche zu Ta-pezcreyen gebraucht werden konnten. Pascoli

P. I. p. I2Z.

Gerniyn (Simon), gebohren zu Dort-recht A. i6;o. Lernte bey Gottfried Schal-ken und bey Ludwig Smits, und wurdejm Blumenmahlen geschickt; vcrlietz aberdiese Arbeit, und begab sich auf die Hand-lung nnkMahlercyen. WeymnanP.z. p.-87,

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Gerola (Antonius), Mahler zu Bolog-ne; lernte bey Franciscus Albani, tmd ar-beitete zu Mantua. Malvasia T. 2. p. 266. G.

Gerola (Johannes), Mahler von Reggio;lernte bey Anton Allegri, welche Nachrichtder P. Orlandi aus seinem in Kupftr gc-stochnen Portrait anzieht. Guarienti p. 2 ; 1.

Gervaise (Iacobus), gebohren zu Or-léans A. 1620. Wurde Academicus zu Pa,ris A. 1667. Arbeitete in dem KôniglichcnPallast der Thuilleries, und starb A. 1670.Guerin p. 169.

Gesell (Georgius), gebohren zu S. Gal-len in der Schwcitz A. 1671. Lernte beyAnton Schoonians zu Wien ; mahlte Histo-rien und Portraite. Arbeitete zu Ainster-dam und zu Petersburg, an welch-letztermOrt cr A. 1740. starb. Harms Tab. ; 8 .

Gesti (Franciscus), gebohren zu BologneA. i?88. Lernte bey Dionysius Calvart undbey I. Baptista Cremonini; weil er aberin seiner Lcbensart allzuheftig war, wurdeer von seinen Lehrmeistern ausgeschlossen;gleichwohl beruhigte er sich in des Guido ReniSchule, und wutzte sich solche so wohl zuNutze zu machen, datz niemand die ntedlicheManier seines Lehrmeisters so wohl nachahmteaïs er, daher Guido die Werke so er nichtselbst verftrtigen konnte, diesem auftrug,oder ihn in seiner Gesellschaft arbeitcn lietz.Seine Gemàhlde waren zart, zierlich undangenehm: Diese Geschicklichkeit verlohr eraber nach und nach durch seinen ererbte»Reichthum und die daraus entstandene Streit-

t àndel, mit dcncn er viele Zeit zubrachte.

r starb A. 1620. aus Eigcnsinn, da crdem Rath seiner Acrztcn nicht solgen wollte.Malvasia T. 2. p. ,4;. 0 .

Gestro (Baptista del), ein Mahler; wirdvon Borghini unter die Schûler des Angé-lus Bronzino gezâhlt. Er lebte A. i; 6 ;.Lettere sulla Pittura rc. P. i. p. 140.

Geyn (Iacobus van), gebohren zu Ant-werpen A. i;6;. Lernte bey seinem VaterJohann, einem sehr geschickten Glas - Mah-ler, der A. i;8r. starb. Der Sohn ûbte dieKupferstecher-Kunst, welche cr bey HeinrichGolzius erlernt halte. Mahlte auch sehrschône Blumen - Stûcke und Figure» in Mi-niatnr. Starb A. i6i;. Wilhelmus van

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