228
Gi
Gisrgi (Iohannes de), genannt Torelli-«o; gebohren zu Bologne A. 1686. Lerntebey Félix Torelli. Studirte i;. Iahre znRom. Mahlte mit zierlicher Colorit, daerinfonderheit das Nackende nach der zartenManier des Frjederichs Barozio bchandelte.Jn der Zeit aber, da man die beste Lof-nung sthopfte , datz er ein grosser Knnstlerwerdcn follte, starb er in feiner Gcburts-Stadt A. 1717. und wurde in der KircheS. Agatha bcgrabm. Acad. Clem. P. 2.p. 88- G.
Giorgio (Eusebius S.), Mahler zu Pe-rugia; gebohren A. 1478. Lernte bey PeterVannucci. Mahlte in seiner Vater-Stadtdie Alcar - Tafel der Capelle Oddi in derKirche S. Augustinus, welche die Anbetungder Weisen vorstellt, und dieses ist das einigeoffentliche Gcmâhlde, welches man von sei-ner Hand fthen kan. Starb nm das Iahr1550. Pascoll p. 54. G. Bernhardus daS. Giorgio, ein Mahler; arbeitete zu Flo-renz A. i?6;. Lettere sulla Pittura rc.P. 1 . p. 141. ^ _
Giorttio (Francifcus bi). S. Martini.
Giorgione. Siehe Georgins Barbarella.
Giosâfatti (Iostphus), gebohren zu Af-coli A. -641. Lernte bey stinem OheimLa-zarus Morelli. Verfertigte in seinem Va-tcrlaud , zu Rom, in der Mark Ancona,und in der Neapolitanischen Provin; Abruz-zo viele Arbcit in der Bau-und Bildhauer-Kunst. Starb A. 17;r. PascoliP. r.p. 450.
Giottino (Thomas). Siehe da Lapo.
Giotto , Mahler, Bildhauer und Bau-meistcr; gebohren zu Vefpignano in dcm Flo-renlinischcn Gebiet A. 1276. Hûtete in sti-ner Iugend ber Schaafen, und zeichnere fiezum Zeitvertreib in Sand oder auf Steineab. In solchcr Verrichtung wurde er vonCimabue angetroffen, welcher sogleich stinmahlcrischcs Genie entdeckte, ihn mit Be-willigung seines Vaters nach Flore»; fàhrtc,und in der Kunst unterwies. Er mahlteviele geistliche Bilder fur die Kirchen zu Flo,renz und zu Atzis, Schilderte dcn PoetenDantes, dessen Lchrmeister Brunetto undandre mchr, welche so kenntlich geriethen,datz sie als Wunderwerkc angefehen wurden.
Gi
Er war dercrste, der stine Figurcu verkurzt,in Bcweguiid und bckleidct vorstellte, dahcrer der Schiller der Natur genannt wurde.Pabst Bonrfacilis der VIII. lietz eine Zeich-nung von ihm fordern, und er machte mitdem Pinstl von freyer Hand einen vollkomm-nen Circul, welches damais sûr so,sonder-bar gchalten wurde, datz ein Sprûchwortdaraus entstund. Er arbeitete fur diesenPabst in dem Vatican, und erhielt ft'ir stineWcrke viele Gnadenbezeugungen und grosiêBelobnung. Seinen Nachfvlger Clemensden V. begleitete er nach Avignon; von dagieng er nach Florenz, wurde daselbst Stadt.Baumeistcr, und bekam ein Iahr-Geld vonder Regierung. Starb A. i;;6. und wardin der Kirche S. Maria del Fiore zu Flo-ren; bchraben, wo die Stadt ihm zu Ehreneine Statue aufrichten lietz. Giotto mu§seine Kunst-Verdienste wohl erkannt haben,dann er pflegte seinen Namen mit gôldnenBuchstaben auf seine Gemàhlde zu schreiben.Bottari P. i. p. 41. G>
Giovanni (Bcrnhardinus di S.) , Mah-ler zu Bologne; lernte bey Peter Facini.Verfertigte fur die Pfarr-Kirche S. Seba-stianus daselbst eine Tafel, auf welcher erdas Bildnitz des H. Pabsts und MartyrersCornélius vorstellte : Eine andre mahlte ersûr die Kirche S. Iosephus auf dem Marktrc. Malvasia T. 1. p. 563.
Giovanni (bi S.) . Siehe Gerardns vanHarlem, und Iohannes Mannozzi.
Giovanni (Leonhardus di Ser), ein vor-treflicher Goldschmied und Punzen - Arbeitn'zu Florenz A. 1371. Lernte bey Mr. Cio-nc. Verfertigte nir die Kirche S. Jacoduszu Pistoja einen Altar und dre darzu gehôrigeTafel von Silber - Blech, an welchcn vieleHistorien von actriebner Arbeit zu fthen ma-ren, miter deiren das mehr als einen Schuhhohe Bild dieses Hciligen bewundert wurde.Vastiri P. i. p. i;y.
Giovanni (Matthâus di S.), ein vor-treflicher Mahler zu Eiena; lebte A. 1472.und crfand die Kunst, den Marmor mitSchatten und Licht einzulcgen. Von diestrArbeit findet man einige Historien in demFlitzbobcn der Haupt-Kirche daselbst. Nach
diefem