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[Band 1]
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2 JO Gi

Eigensinns in semen Werken beschuldigt.Jmhof.

Giugtti (Francistus), gebohren zu Brestria A. 1574. Lernte bey dem jûngern Ja-cob Palma , den er auf das genaueste nach-ahmte, wie man solches an semen Gemàhlden,welche er in Oehl - und Fresco-Farben furôffentliche und Privât - Gebâude seincr Bâ-ter - Stadt verfertigte, sehen kan. Er starbdaselbst A. i 6 ; 6 . Ridolfi P. 2. p. 2; 8 . G.

Giugni (Rosso de), Medailleur undMûnzmeister zu Florenz um A. i?6o. Ver-fertigte auch Figurm von Wachs und Gips.Vasari P. p. 29;. G.

Giuntalocchio (Dominicus), von Prato,ein Schiller des Nicolaus Soggi, der ihnals einm Sohn liebte, und in der Bau-Kunst , Historien - und Portrait - Mahlereyunterwies. Zu Rom fand er sein Gluckdurch den Portugiêfischen Gesandteu, der ihnde», damaligen Vice-Konig in Sicilien Fer-rantes Gonzales empfahl, wclchcin er mitstinen Kunsten dimte. Gieng darauf mitihm nach Meiland, allwo Gonzales Guber-nator dieses Herzogthums wurde, und stun-de bey ihm in grossen Gnaden. Nach dcstsen Absterben kam er in sein Vaterland zu-ruck, und verordncte aus seinem erworbenenRcichthum ein Capital von 10000. Thaler,mis dessen Einkûnften junge Leute daselbstin der Mahlerey unterrichtet werden sollten.Vasari P. j. p. 202. G.

Giussano (Christophorus), mahlte in derKirche S. S. Bernhardus und Blasius zuMeiland die Tafel, wie die H. Martha ih-re bàssende Schwester der H. JungfrauMaria zufûhret. Er lebte un, A. 1720.Latuada.

Giusti (Antonius), gebohren zu FlorenzA. 1624. Lernte bey César Dandini unddey Marius Balasii. War ein Mahler songrossen Erfindungen, und in alien Gattun-gen der Kunst geûbt: Er mahlte nàmlichLandschasten, Thiere, Figuren und Histo-rien, welche er bis in sein hohes Alter mitkrâstiger Colorit und grûndlicher Zeichnuugverfertigte. Starb A. 1705. und wurde inder Kirche S. Lucia de i Magnoli begraben.Guarienti p. 71.

Giufts. Siehe Justus.

Gl

Giuvarra. Siehe Juvara.

Glauber (Diana), Johannes Schwesterund Echnlerin; mahlte zu Hamburg schonePortraite und einige historische Stûcke. Siehatte das Unglûck, ihr Gestcht lange vor ih-rem Tod zu verliehren. Descamps P.p.

Glauber (Johannes), von deutscher Na-tion ; gebohren zu Utrecht A. 1646. Lerntebey Nicolaus Berghem, und mahlte Land-schaften von edler Erfindung, auch natûrlicheeund heller Fàrbung. Reiste m Italien,(allwo ihm die Mahler-Bent den NamenPolydor beylegte) , fcrner in Frankreich ,Deutschland und Dânnemark. Setzte sichzu Amsterdam, und starb daselbst A. 1726.Er etzle nach eignm Erfindungen, und nachCaspar Dughet; in des Gérard Lairesse Kup»ferwerke findet man dreytzig Stûcke, welcheer mit einer ganz besondèrn und gelindenManier verfertigte. Einige von des Glau-bers Landschasten brachte van der Laan ûkKupfer. Descanips P. ?. p. 187.

Glauber (Joh. Gottlieb), gebohren zuUtrecht A. t6<;6. Lernte bey ftiiiem BruderJohann und bey Jacob Kruyf. Arbcitetezu Wien, Prag und Bretzlau, in welch-letz-terer Stadt er bis an seinen Tod vcrblieb.Die Gemâhlde dicsts Kûnstiers werden ôf-ters mit seines Bruders verwechsclt. DieLandschasten sind in ihren Lagen vielfáltigabgeândert, wvhl gewâhlt und angenehm,sie schcinen nach der Nacur gemahlt zu seyn.Die Jtaliàner liebten seine Arbeit, und ga-ben ihm den Nanicn Myrtillus, ohne Zwei-sel wegen ihres angeliehmen, schâserischenund làndlichcn Aussehens , welches er den-selben zu geben wutzte. Er mahlte auch sehrwohl Seehafen, welche er niit wohlgczeich-neten und verstàndig angebrachtcn Figure»zicrte. Seine Fàrbung ist natûrlich undgiûend , und seine Zeichnuug ist so wohl inFiguren als Thicren richtig. Er vertieneteinen Platz unter den grossen Kûnstlern.Descanips P. z. p.

Glockenthou (Georgius), mahlte undiiluininirte nach damaiigem Gebrauch Mcsi-Bûcher und Wappen-Bricfe, trieb auch ei-«en starken Haudel mit illuuiinirten Kuvfer-

stichen.