Band 
[Band 1]
Seite
546
JPEG-Download
 

»6» Ho

Duft auszubreiten. Seine Kemàhlde sindnilt artigen, wohlqczeichneten und wohlge-fàrbkcn Fiquren gezicrt, und ftine Feuers-brûnste und mit Fackeln belcuchtete Nach^-stucke sind der Wahrheit áhnllch. Die Na-tur gewàhrte ihin ailes mvgiiche , indem erdie Anlagen zu allem, was er unternehmenwollte, befatz: Er stî nicmahl mitlelniagig,zuweilen voruesiich , und ostcrs glelcrict erden bestcn Kânstlern. Untcr seinen Gcinâh!-den bewunderl man eincn Hûnde - Pîarkt,«n welchem man bey dreytzigerley Gattringendcrglcichen wohlgezeictmcte und mit vicierWahrheit in mannigftltig-vcrànderten Stcl,lungen vorkommende Thiere ^âhlet. Hondiusarbeitcte zu London, und starb daftlbst. De>»camps P. p. 280.

Hondius (Hcnricus), von adclichem Her-kommen; gcdohre» zu Duhel in BrabanoA. r??;. Lernte das Kupscrsiechcn dey Jo-hann Wierx. Neben dem war er in derMahlerey, Mathematic, Géométrie, Pcr-spcctiv, Civil - und Kriegs - Bau - Kunst wohlerfahren. Bey verschiedenen Kôiugeu undFûrsten war er wohl angesehen, und bedien-te sie nach ihrem Gcfchmack. Er arbeitcte zuLeydcn. Sandrart'P. u p. W.

Hondius (Iodocus), ein gefchickter Geo»graphus und Kupftrstccher; gebohren zuWactcrne, einem fíetncn Ftecken m Flan-dern A. e;6;. Ohne Unteuvelfung zelchne-te er, stach in Kupfer und Elftnbem, undgotz schône Buchstaben fur die Buchdrucker.Er starb zu Gent A. 1611. l'Advocat.

Hondius (Wilhelmus), Kupftrstccher;arbeitcte im Haag und zu Danzig. Lebreum A. 1650. Seine Kupftrstiche sind mei,stens Portraite nach Vandyk und Schulz.

Hongre (Stcphanus le ), gebohren z» Pa.ris A. 1628. Lernte bey Jacob Saratzi,'.Brachte séchs Iahre in Rom zu, wo er derFreundfchaft des Ritters Berniin genotz. Ne.ben den vielen Werkcn , welche er fur denKbnig und verfchlcbcne Prlval-Perivncn ver-ftrtigt halte, bewundcrt man die in Erztgcgvs,ene Ritter - Etariie Ludwîg des XI C.welche auf dem Playe zu Dijon in Burgundausgerlchlct wurde. Er starb aïs Reclor derAcadémie A. iò-jo. Guarieutl p. 465,

Honner ^Gabriel), Plahlerzu Paris. DieGemaylde des Cabinets der xomgin m dem

Ho

Louvre sind voir feiner Arbeit. Er lebte A.i;8o. Fclibien P. p. 127. G.

Honchorst ( Gerardus ), gebohren zuUlrecln A. r;yr. Lernte bey Abral-amBioemaert. Arbeitcte zu Rom fur einigeCardinale, und studirte daftlbst das Schonein der Kunst mit grosse», FIcitz. Nach ei»nigen Iahrm seines Auftnthalts t|i Italiengîcng er m England, allwo er mit Beyfallverfthiedene histvrifche Stûcke fur den Kônigmablte. Zu Gent siehct man in der Cathé-dral- Kircl'e zwey Allar-Blátter von feinerHand. Seine Manier ist schôn, seine Zeich,nunq richlig, und er verdicnt mit allemRecht den Nanien cines grossen Mahlers.Unter seinen hlstorifthen Gcmahldcn werdenvornchmlich die Nachtstûcke gerûhmt. Erlcbtenoch A. 1662. Deftamps P.i. p.40;. G.

Honthorst (Wilhelmus), des obigen Bru-der und Mit-Schûler; mahlte grosse und Fi-guren-reiche Historien und Portraite. Arbei.lete an dem Cburfûrstlichen Hofe ;u Berlin,und verfertigte die Portraite des gairzenBrandenburgifchen Hanses; stundc auch beyfeiner Herrfchafr in grossen Gnadc». Er lebtenochum A. 1680. Sandrart P. 1. p. ;n. G.

Hoogde (Cornélius), ein Kupftrstecheraus Haag gcburtig ; gab sich fur einen na-tûrlichen Sohn Kayfer Carl des V. aus:West er abcr widcr das Leben Prin; Wil-helms von Oramen und die General-Staa-tcu coisspirirl halle, auch der Spanische Hofstiu vorgegebcncs Herkommcn nicht crkenncnwollte, wrnde er A. i? 8 ;. als ein Verrâ-ther am Leben gestraft. Larrey P. 2. p. 41;.

Hooghe (Petrris de), lernte bey Nico»lans Bcrghein, ivelchm er anfânglich nach-ahmte; darauf mahlte er in dcm^Gcfchniackdes Mezu, Micris, Coques und vlíngeland,die er zwar, bejbnders die zwey erstere, ingrosse» Partheyen von Lichl und Schattenubertraf, abcr ihre vortresiiLe Ausarbeitungnicht errcichen konnte; indessen gleichen dochzuweilcn seine Hàirdc und Kopft des Van-dyks seinen an Stàrke. Senre Zeichnungist correct und vorr gutcm Geichmacr, ftlneFârbung ist naturlich und krástlg. Die Be-handlung semer Gcmàhlden zcigel uberpaupteme ungemerue ^erligkc,l, unter dencn yor-neynilict) die ConversalionS-Stucte ihm grosftn Ruhm erwarben. Die. Kftiduugen fti-