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[Band 1]
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Rager (Matthias), gebohren zu Aug-spurg um A. iSeo. Arrffert seinem Vater-land war er nicht anderst bekannt, alsdurcbdie Kupferstiche, welcbe Sadeler nach seinenWerken gestochen hatte. Er studirte die an-ticke und die beste unter den neuern Kûnst»lern. Bey dem Churfârst von Bayern warer mit einem ansehnlîchen Gchalt erster Hof.Mahler, kehrte aber in sein Vatcrland zu-rûck, wo er schr jung starb. DescampsP. 2. p. 31. G.

Ralf ( Wilhelmns ), gebohren zu Am-sterdam; lernte bey Heinrich Pot. Mahl-te gôldne, silbrrne und perlenmutterne Ge-schirre. Man weitz , datz Gemàhlde dieserArt an sich ftlbst wenig reizendes haben,und solches allcin durch eine gute Auswahl,dcn guten Geschmack in der Composition,und eine gcnaue Nachahmung bekommen.Dicse Eigenschaften fiudet man oft in seinenWcrken , sie sind Don schr guter Colorit undstarter Ausarbeitung. Er (ìoï& A. 1693.Descamps P. 2. p. 431.

Ralraat (Abraham van) , gebohren ;uDortrccht A. 1643. Lernte bey Emiliusund Samuel Hulp, Gebrudern und geschick-tcn Bildhauern. Nach dem Tod seines Va-tcrs, der glciche Kunst ûbte, verlietz er denMeisscl, und nahm die Pinftlzur Hand,nnt welchcn er Fiquren, vornehmlich aberBlumen und Fruchte mahlte. Seine Ar-beit isi frisch und leicht. Er componirte mitVerstand und Harmonie. Descamps P. 3.p. 147.

Ralraat (Bcrnhardus van), gebohren zuDortrecht un, A. 1650. Lernte bey seincmBruder Abraham und bey Albert Kuyp.Er fande nicht rathsam, eines midcrn Ar-beit nachzuahmen, sonder» wollte lieber dieNa ur selbst imiliren. Zeichnete auf seinenSpaziergàngen die schônste Gegenden an demUser des Rheim , welche er in wohl aus-gcarbeiteten Landschaften mit Figuren undThleren geziert, vocstellte. Descamps P. 3.p. 268.

Ranphuizen (Th.^dorus), gebohren ;uGorcum A. i;86. L rnte bey Theodor Go-vertz, den er mit der Aeit libertraf. Mahl-te kleirw Landschaften mit jerfaUenen Gedáu-den, Stálien, Figure»/ Pftrden/ Horn-

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viess rc. welche er mit grossem Verstand aus-arbeitete. Nachherlegte er sich auf die Wiftsenschaften, studirte die Théologie und wur-de Prediger, musite sich aber wegen seinenbesondern Meynungen, von allen ander»Sectm verfirlget, flàchtig machen. Dcs-camps P. i. p. 369.

Rarlfteen (Arfvidus), gebohren zu KarlS-koga in Schweden A. 1644. Begab sicham das Slahlschneiden. Gieng A. 1668.auf Rcisen, da er eine geraume Zeit zu Pa-ris und zu London unter Johann Roetticrarbeitete. Er wurde nach Dresde» undBerlin begchrt, weil er aber cinen Beruf insein Vaterlaiw bekam, zog er duftn beydenanderu vor, und crhielt 2 t. 1692. dcn Adrl-Stand. Er verfertigte eine grosse MengeMédaillé», nicht allein sûr Schweden, son-der» auch sûr Danemark, Braunschweigrmd Hvllstein. In der- Kenntlichkeit ftinerPortraiten war er sthr glûcklich: Mahlteauch wohl in Miniatur, und punctirte Por-traste in Stahl. Starb zu Stockholm A.1718. Kvhlcr P. 9. p. 108.

Ray (Wilhclmus), Mahler von Brcda slernte bey Lambert Lombard. Wusite dieNatur sehr wohl auszusuchcn und nachzuah-mrn. Seine Werke wurdcn wegen ihrerLieblichkeit und dem Markigten seines Pin-sels mehr gefucht als andrcr ftiner Zeitgenof-fen. Seine Compositionen waren voiler Ver-stand , man fand zwar in ftlbigen nicht dasFeuer , welches Franz Floris in ftiner Ar-beit zeigtc, glcichwvhl wurden sie hoch ae-schàtzt und thcucr bezahlt. Man giebt alsdie Ursach seines Todes an, datz, aïs er dasPortrait des Herzogs von Alba mahlte , eranhvren musite, dasi man den Tod der Gra-ftn von Egmont und Horn beschlotz, wor-uber er dergeftalt erschrack, datz er etlicheTage darauf A. i;S8. verstarb. DescampsP. i. p. 1;;. G.

Raynot ( Johannes ), ein guter Land-schaften - Mahler von Mcchcln ; lernte be»Matthias Koeck, und folgtc des JoachimPatenter Manier. Seine Arbcit wurde vonFremdcn hochgeschâtzk und auft-ekaust. Erlebte um A. 1540. Descamps P. ». p. 132.

Regel, Mahler ans Flandcrn; arbeiteteund starb zu Mien. Er war ein ZcitgenotzM m des