Band 
[Band 1]
Seite
590
JPEG-Download
 

rz»

u

und zu Roni wurde er in kurzer Zeit hochgeachtet und theuer bezahlt. Die Italianerhiessen ihn wegen seiner kurzen und ûbelnGestalt Bambaccio. Diese ersttzte er aberdurch seine Talente und angenehmen Umgangreichlich. Poutzin , Sandrarr und ClaudiusGelée waren seine Freunde; sûr diese erfander jeden Tan neue Arten von Vergnûgun-gen. Nach einem is.jâhrigen Aufenthalk zuRom kam er A. 1659. gen Amsterdam unddarauf gen Harlem, wo man vicies von sei-ner Arbeit siehet. Man sagt, Bamboccioscv aus Verdnitz gestorden, weil man Wou-wermanns Werke den seinigcn vorzog; Weyer,mann hingegen behauvtet, datz er in einerSchwermuth A. 167;. oder 74. verschiedensey. Er wâhlte sich zu seinen Gemâhldenfolgende Gegenstânde : Iagden, Ràuber-Banden, Marktplàtze, Landschaften, indie-sen letztern wutzte er Figuren und Thiere,besonderâ die Pferbe sehr gut anzubringen.Nach scinem Beynamen wurden hernach al-lé vorbeschriebene Gattungen der MahlereyBambocciaden genannt. Seine Zeichnungwar correct , die Fârbung lebhaft und na-tûrlich. Durch seine Einbìldungskraft brach-te er in seine Werke eine ungcmeine Ver-schicdenheil, welche ihnen einen besondernVorzug gcben. Die verschiedene Abànde-rungen der Lufte stcllte er mit einer so be-wundrungswûrdigen Genauigkeit vor, datzman die Tagszeiten in seinen Gemâhldenvhne Schwierigkeit bestiinmen kan. Des-camps P. 2. p. 20;. G.

Laar (Rolandus van), des obigen Bnr-der; gebohren um A. 1610. Man glanbt,er habc init diesem bey gleichem Meister ge-lernt. Auch reitzten sie mit einander in Ita-lien. Er mahlte in gleichem Gcschmack,starb aber sehr jung zu Genua. Seine Wer-ke stnd aussec Italien beynahe unbekannt.Descamps P. 2. p. 189.

Labacco (Antonius), ein berâhmter Bau-melstex und Kupferstecher zu Rom; lerntebey Ailton Giamberti. Brachte um A.1^0. die anticke Rômische Gebâude nachdem von ihm gmommnen Matz in Kupfer.Er verfertigte auch das grosse Modell derS- Peters-Kirche, welches in dem Belvedergesehen wirdl, nach den Zeichnungen seines

Lehrmeisters ; solches kostete allein fur Heltzund Zimmer-Arbeit 4184. Thaler, es hâltz;e. Schuh in der Lange, 26 . in der Brei-te und 20. j,, der Hohe. Labacco bekamfur seine Arbeit 1 ;oc>. Thaler. Bottari P. r.p. 445. G.

Labenwolf (Pancratius und Georgius),Vater und Sohn; waren fthr geschickteKunstgiesser zu Nàrnberg, vo» welchen manin ihrein Vaterland und an ander» Ortenschône Arbeit von Grabmâhlern, Bildem,Brunnen,Zierrathen rc.stehet. Pancratius star»A. iç6;. in seinem 71. Iahr, undGeôrgsAbsterben erfolgte A. i;8;. Doppelmayr.

Labrador (Johannes), lebte in Spanicnunter der Regierung Pbilipp des II. Lerntebey Morales. Einige sagcn, er sey von Ba-dajos, andre aus einer andern Stadt inEstramadura gebnrtig. Er nrahlte zierlicheBlumen, Fruchte und Buschbâume^, undkam ihm hierinne kein Mahler in Spanienbey. Seine Manier war sehr fleigig undnach niederlândischem Geschmack. Auch Hatman Schenk-Háuser, Geschirre und derglei-chen von seiner Hand. Starb zu Madridin hohem Alter um A. 1600. VelascsNo. ;o. G.

Laenen (Christophorus Jacobus van der),von Antwerpen ; mahlte gemeiniglich ver-liebte - Spiel - Trink - und Tabak-Gesellschaf-tcn, in welchen er aber zuiveilen hôchst - âr-aerliche Handlungen vorstellte. Ucbrigens sindseine Composttionen sehr geistreich. Er lebteum A. 1620. Descamps P. i. p. 272. G.

Laguidara (Iosephus), gebohren zu Nea-pvlis A. 1697. Lernte bey Laurentius undDominicus Antonius Vaccaro , Vater undSohn. Arbeitete fast bestândig fur diese»letztern an Bildhaner - Werke» : Ergânzteauch einige zu Portici ausgegrabene antickeStatûen. Er starb A. 1742. DomeniciP. p. 477.

Caire ( Sigismundus ) , aus Bayern;kam unter der Regierung Pabst Gregoriusdes XIII. gen Rom. Lernte bey FranciscuSCastelli die Kunst, mit einer guten Manierund ohne Trockenheit, so angenehm undsau-ber in Miniatur zu mahlen, datz man nichtsschôners wûnschen kan. Er verfertigte vieleMarien - Bilder, welche in Indien gesendct

wurden,