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[Band 1]
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sandte, wo er sich dergestalt geschickt mach-te, datz er von Pabst Gregorius dem XIII.nebst vielen Fûrsten und Cardinâlen zu Er-bau « und Erneuerung verschiedener Kirchenund Pallâstm gebraucht wurde. PascvliP. 2. p. $n.

Lunghi (Pekus). Siehe Longhi.

Lungh» (Sylla), Bildhauer von Vitziu;ergànzte zn Rom alte schadhafte Statuen,und verfertigte ans eigner Erfindung vieleBilder zn Grabmàhlern, Brunnen und Al-lâren. Er wurde wegen semer vortreflichcnArbeit sehr bcrûhmt, und starb in hohemAlter um A. isio. Baglioni p. 114. G.

Lupi (Antonius), Bildhauer; verfertigte.die Zierrathen von Marmor, welche an dempràchtigm Brunnen auf dem Platze zu Bo-logne zn sehen finb; diefer wurde A. 1563.aufgcrichtet. Mafini p. 232. G.

Lupiccini (Baccio oder Bartholomâus),Bildhauer zu Florenz; lernte bey Anton Su-siui. Siehe dieftn Titul.

. Lupins (Bernhardinus del) , von Mei-land; mahlte ein Haus nahe bey dcr KircheS. Sepolcro aus- und innwendig, woraner ovidifche und andre Fabeln mit zierlichenFiauren und zartec Ausarbeitung vorsteltte.In der grossen Kloster - Kirche und an ver-schiedcnen andern Orten diefer Stadt siehetman auch schène Arbeit von seiner Hand.Siehe Bernhardinus Lanino. Vafari P. 3.p. $68- G.

Lurago (Rochus), Baumeister von Pel-sopra in dem Bisithum Como ; arbeitete zuGenua, und baute den schônen Paltast Turfiin der neuen Slrasse, welcher von allenKenucrn gerûhmt wird. Auf Befehl PabstPins des V. baute er zu Bosco, desseldcnGcburts-Ort, in dem Alexandrinischen Ge-biet, die Kirche und Kloster der Dominica-ner. Er starb zu Genua um A. i$io.Soprani p. 287.

Lusarche (Robertus de), ficng unter derRegierung Philipp August Kônigs in Frank-reich den Ban der Haupt-Kirche zu Amiensan. Er lebte um 1210. le Comte P. 1. p. u.

Luti (Benedictus), gebohren zu FlorenzA. 1666 . Lernte bey Antonius DominicusGabbiani; hernach studute er zu Rom nachden beràhmtcsten Statuen «nd Gemâhlden.

Er mahlte mit erner herzhafîen und zierliche»Manier historische Stàcre, unter andern de»Propheten JesajaS fàr die Kirche S. Jo-hann von Lateran. Luti mahlte viele Ca-binet-Stàcke, welche ihn an den meisten Eu-ropâischen Hvfen bekannt machten. DcrKayftr machte ihn zum Ritter, und dcrChucfàrst von Maynz begleitete den Adels-Brief mit einem von Diamanten besetztmCreutz. Seine Zeichen - Schule wurde starkbesucht. Starb zu Rom A. 1724. Erfam-melte eine Menge der vortreflichsten Zeich-nungen der grôtzten Kûnstler, welche sich beyseinem Absterben auf 1456$. Stucke belief, undder beruhmte Englandifche Mahler WilhelmKent brachte diese Sammlung fur eine an-sehnliche Summ afi sich. Die Arbeit diese-Kûnstlers ift frisch und kràftig, in seine Fâr-bung brachte er eine vortrefliche Harmonie,und gab scinen Figuren gute Ausdrûcke.Man tadelt an ihm eine zuweilen unrichligeZeichnung. Argensville P. 1. v. i z i. G.

Lutma (Iohannes) , Vater und Sohn.Der erste war ein berûhmter Gvldschmiedzu Amsterdam, der in dem 8$. Jahr seinesAltérs starb. Der Sohn verfertigte auf ei-ne ganz besondre Manier Kupferstiche mitdem Goldschmieds - Punze, wie aus seincSVaters und seinem eignen Portrait zu sehenist, die er A. 1681. òpere lallei (fo lautctdie llnterschrist) arbeitete, und in Druckhcr-ausgab. Sandrart Editio Latina p. 397. G.

Luycken (Iohannes), gebohren zu Amster-dam A. 1649. Lernte bey Martin Zaag-molen. Vcrlietz aber die Mahlerey, undbegab sich auf das Kupferetzen, welches ihmungemein wohl glûckte. Alle Kunst-Kcnnerstimmen darinne uberein, datz er dcr besteKupferetzer in Holland gewesen scy, ìvelcheSeine unzàhliche Menge Kupferstiche, die manhin und wieder in geist - und weltlichen Bû-cher» findet, fattfam bczeugen, woruntcr diegrosse Kupfer-Bibel, welche Peter Mortierherausgab , sein vornehmstes Werk ist; indiesem findet man alles, was die Etz - Kunstschônes hervorzubringen vermag. Man be-merket in seiner Arbeit ein bewundrungs-wûrdiges Feuer, Erfindung und Ferrigkeit.Er starb A. 1712. Sein Sohn Casparvvur-de auch ein Kupferetzer, folgte aber dem

Vater