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zeichnek, wobey er zugleich mit grosser Be-scherdenheit gestand / er habe die Vortreflich-keit seines Originals niernals erreichm kôn-nm. Seine meiste Kunst bestand anfangsin Marim-Bildern, und man glaubte, diè-ses wàre sein einziger Talent, weil er bisdahin nichts anders gemahlt halte: Abcrseine Neider wurden gezwungcn, die Vor-treflichkeit seines Gcnie zu bewnndern , alser anfieng, auch historifche Slûcke zu mah-len. Seine Gemahlde wurden schon bey sei-«em Leben in hohem Preise verkauft , undvon allen Europâifthen Fàrstcn eiftigst ge-sucht. Pabst Clemens der XI. wûrdigte ihnseiner Freundschafd und Hochachtung ^ ergab ihm eine Pension, und bechrle ihn mitdem Christus-Ritter-Orden: Ludwig der XIV.thatzu diesem allem den Dtul seines ordentli-chen Mchlers. Dicstr Kunsiler wutzte in seinenKôpfen das Edle mit der Eiufalt zn vcrbin-ren, er halte einen gro,ssen Geschmack in derZcichnung, seine Ausdrucke >mb entzûckend,seine Ideen glûcklich nnd voller Majcstàt,und stinc Colorit von einer unqemeinen Lcb-haftiqkeit. Er behandelte die Historien undAllegorien vollkommen gut, und war in derArchitectur und Perspectiv wohl crfahren.Man Hat verschiedene von ihm geetzte Kup-serstiche, in lvelchen er vielcn Geschmackund Geist zeigete. Maratti starb A. ^71;.da er mit einenr práchtigen Leichbegángnitzbeehret, und in der Cartheuser-Kirche in ei-ner Capelle begrabm wurde, wo ee sichschon A. 1704,. ein sehr schônes Grabmahlnach seiner eignen Erfindung durch denBild-hauer Franciscus MaraUi verfertigen und«ustichten lasse». Argensville P. u p. 65. G.
Marc (Michacl), gedohren zu ValcnkiaA. is;;. Lernte bey seinem Vater Stc-phan. Ma h l te Feldschlachten und H. Ge-schichten mit vortreflichcr Zeichnung und Co-jorit. Er starb A. 1673. Velasco No. i;2.
Marc (Otephanus), von Valentia;. lern-te bey Peter Orrcnte. Er war einer dertreflichsten Bataillen-Mahler. Seine hitzigeEmbildunqskraft half ihm die Gegenstânde,welche er nach der Natur studirte, sehr!eb-haft vorjustellen, und halte er die Gewohn-heit, ehe er an die Arbeit gieng, seinenGeist durch den Thon der Trommcl oder der
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Trompeté anzufeurem Fcrner traf man inseinem Hause unterschiedliche Harnische,Sabcl, Lançon und anderes Kriegs-Teràthean. Er starb in seiner Vater-Stadl in sehrhohem Aller A. 1660, Vclasto No. i«;. G,
Marca. Siehe Lombardelli und daRimino.
Marcelli (Ioh. Baptista). Von diesemBildhauer siehet man in der S. Pcters-Kir-che zu Rom eine Statue von Marmor. Bo-nanni H. T. V. p. i;.6.
Marcellini (Carolus), gebohren zn Flo-renz A. 1646. Lernte bey Félix Riposi,Hercules Ferrara und Cyrus Ferri. Erwurde ein geschickter Bildhauerdcssen stlt-same Erfindungen und schône Marmorwerkealle Aufnierksanikeit vcrdienen^ Starb A.171;. Guarienti p. ; 6 o..
Marcellis (Otho), gebohrm ;u Amster-dam A. c 61 j, Auf seiner Reise stand erzu Paris in Diensten der verwittebten Kôni-gin Maria von Medicis. Diese aab ihmtâalich fur vier Stund Arbeit nebst freyemTisch und Zimmer^einen Louisd'vr. Ermahlte Insecte», Lchnccken, Schlairgcn,Sommervôgel, Spinncn und allerhandPsianzen, allcs nach der Natur» Zu sol-chem Ende halte er eine Gattung Thier-Garten, worinnm er alle Arten Unqczicferernáhrte. Er starb in seinem Vatcrland A.167;. Dcscamps P. 2. p. 20;.
Marcello (Alexander) , ein edler Vene-tianer ; ûbte neden der Musik und Dicht-Kunst auch die Mahlercy, und steltte un-ter andern an der Decke der Kirche S. Ma-ria Magdalena diese Heiliae vor, wie sie vonden Engeln in den Himmel qctragen wird.Er starb um A. 1750. Bassaalia. G.
Marchand (J. Christianus), Kupfcrste-cher von Dresde» ; lernte bey J. DanielPreitzler, und bey Martin Bcrnigcroth.Setzte sich zu Nûrnberg , und starb daselbstin dem ;2. Iahr seines Altérs A. 1711-Doppclmayr p. 26;.
Marchand (Wilhelmus), Baumeister znParis A. 1600. Siehe Cerceau.
Marches» ( Hicronymus ) , genannt daCotignuola; mahlte Portraite, in deiren erglstcklicher war als in Historien, und haltedie Ehre, Pabst Paulus dm III. nach dem
Lebcn