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[Band 1]
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mâhldm 'des Franciscus Primaticcio, Rosiors.Er nahm eine Reise nach Rom vor, wurdeaber zu Lion durch einige Arbeit aufgehalten,noch mehr aber zu Avignon, wo cr sich ver-heyrathcte, und von dicser Stadt den Bcy-namen bekam. Nach semer Zurûckkunft vonRom wurde er an den Hof nach Paris de-rufen, wo er verschicdene Wcrke vornchmlichaber vicle Portraite verfcrtigte. Seine Nei-gung gieng ans die Historien, in welchen ereine rèiche Erfindung, sonderlich in poetischcnStucken, zeigte; und obgleich man in seinenWcrken kein orosscs Feuer findet, ersetzte erdiestn Mange! durch eine genaue und reinli-chc Ausarbeitung. Er starb als Rector derAcadémie A. - ssg. Argcnsville Ed. 2. P. 4.p. 67. G>

Mignard (Paulus), des obigen Sohn;gebohren zu Avignon A. 1640. Wurde A.1672. in die Académie zu Paris aufgenom-me». Er mahlte meistens Portraite, arbei-tetr zu Lion und starb dasclbst A. Pc-trus sein Brader, war anfánglich der Koni--gin Pèaria Theresta von Oestreich Mahler,hernach legte er stch auf die Bau-Kunst,ward Kèniglicher Baumeistcr, Mitglied diescrAcadémie, und Ritter des Christus - Ordens.Er arbcitete mit Ruhm in diestn beydenKànsten, und starb in dem Iahr seinesAsters Araensville Ed. 2. P. 4. p. 7°.

Nîiguarv (Petrus), gebohren'zu L.royeA. 1610. Bediente sich mit stinem BraderNicolans glcicher Unterweisung, und mahltein stinem 15. Iahr die Schlosi-CapeUe zuCoubert in Brie, worauf er die Schulc deSSimon Vouet besuchte. Zl> Ron» stlstete crmit Car! Alphons du Fresnoy eine immer-wáhrende Freundschaft, und studirte nachRaphaël und Titian, setzte stch arich nutPortraitmahlen in grosses Ansthen. Nacheincm langen Aufenlhall berufte ihn der Car-dinal Mazarin in des Kônigs Namen nachParis, wo er zum Haupt der Académie S.Lucas, und nach le Bruns Tod znm erstcnKèniglichen Mahler ernennt wurde. StarbA. 169?. Er hatteein erhabnes Genie, gadseinen Figure» anstândige unb edle Slcllun-gen, seme Fárbung ist ungemein lebhaft, undin dem Nackten sthr naturlich, seine Ausar-beitung ist leicht und hurtig, seine Cvmposi-

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tionm fllid reîch lind angenehm. Unter st,'nevornehmste Werke zehlet nia» die Cupole derKirche Val de Grâce, und die Gallerie nebstdem grossen Saaie des Schlosies c. Cloud.Argensviîte P. 2. p. 27;. 0).

tttigitoii (Abraham), gebohren zu Frank,suri ain Mayn ( einige sagcn zu Gens) A.1640. Lernte bey Iàcob Aloreels iind beyIoh. Davids de Heem. Er wurde cin vor-treflicher Mahler. Seine Blumen stellte erin allcm ihrem Glanz, und die Fràchte mitaller ihrcr Lebhastigkcit vor; er mahlte anchmil vieler Naturlichkcit Instcten, Schmcttcr-linge, Mûcken, Vvgel und Fisthe. DieThautropfen wusite er sthr wohl nachzuah-men, und gabe seinen Gemàhlden einen nochhôheren Werth durch die schone Auswahlwelche er in Bliimen und Frûchten traf,durch eine sinnreiche Composition, und durchseine vortrcfliche Kenntnisi in der Colorit,welche durchsichtig iind wvhl in einander ge-schmelzt ohne Truckcnheit erscheint. Manfuchte seine Gemáhlde mit grossem Flcitz,und bczahlte sie in hohem Preis. Er starbA. 1679. und hinterliesi zwey Tôchtern, welchein stinem Geschmack arbciteten. DescampsP. ;. p. ,2. G.

Mihiel ( Hugo de S.), cin vortreflicherBildhauer in Lothringcn. Man sichet «n ei-ner Kirche der, Stadt S. Michel in Loth-ringen cin schônes Grabmahl von stinerHand. Gueudcville P. p. ^-4.

Nilanese. Siehe Cittadini und Malvicinv.

Milanese (Wilhelmus), lernte bey PeterBuonacorsi genannt del Vaga; er mahltemit grossem Verstand in dem Pallaste dkêPrinzcn Doria nach ben Zeichnungcn seinesLehrmeisters, und in einer Capelle der H.Drcyfaltigkeits - Kirche zu Rom. Arbciteteauch in Stuccatur, und crgànzte die antickeStatue» des Pallastes Farnese, weswegener die eintràgliche Stclle eines Frate del Pi-ombo erhielt. Allem Ansthen nach ist dicscsWilhelm delta Porta. Guarienti p. 320.

Milani (Aurelianus), gebohren zu Bo-logne A. 167;. Lernte bey Laurentius Pa-sinelli und dey César Gennari. Er zeichnctealie Gemáhlde der Carracci nach, durch wel-ches er eine grosse Meistcrhaftigkeit und Fer-tizkeit in der Zeichnung und Mahlerey er-

laiìgte,