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[Band 1]
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vitle Landschastcn nach dessen Manier. Ineme grosse Landschaft die er fur dcnPrinzen Livius Odescalchi vcrfertigt harle,niahlle Carl Marattt ei»e Jagd der Diana.Er arbci'.ele anch zu Florcnz , wo er nachciniger Zeil starb. Pascoti P. i. p. 62.

O»»ofri (Vincentius), gcnannt da Bo,logna ; Bildhauer und Potzircr. Er arbeite-te fur verschiedenc Kirchen feiner Gebmts-Etadt ganz - und halb - runde Figuren , alsin S. Proculus, S. Blastus , S. Mariade i Servi, S. Iacobus und S. Petronius,wofeibft der Leichnam Christi mit den H.Marien - und andern Bildern umgcben, nichtvon Nicolaus da Puglia (w»e man langeZeit glaubte) fvndcrn von diefem Vincen-tius , dessen Namen man an dem Haupt-Kàssen eingegraben findet, verfertigt wurde.Er lebte A. 1524. Mastni p. 6;y. G.

Oort (Adam van), gebohren zu Antwer.pen A. 1557. Lcrnte bey seinem Vater Lam-bert. Man siehct in vcrfchiedcnen Kirchen inFlandern einige feiner Gemáhlden, die vonguter Erfindung und richtiger Zeichnung sind,verfiel aber auf die letzle in eine bcsondereManier, und verabfâumle die Natur. Erhalte die Ehre P. P. Rubens erster Lehr-mcister zu seyn, aber Adams wildes undunordentliches Leben verurfachre datz dieferund die meiste feiner Mit-Schiller»» ihn ver-lietzen. Er ftarb zu Anlwerpen A. 1641.Descamps P. 1. p. 228. G.

Oort (Lambertus), gebohren zu Amers-foort um A. i;2v. Er war beydes m derMahlerey und in der Bildhauer-Kunst erfah-ren. A. 1547. wurde er zu Anlwerpen indie Mahler - Gesellschaft aufgenomme». Des-camps P. 1. p. i2i.

Ooft (Iacobus van), der âltcre; gcboh-ren zu Brâgge un» A. 1600. Nach einemwohlgelegteu Grunde begab er sich gen Rorn,wo er nach Hannidal Carraccio mit fo gu-tem Erfolge studirle datz feine Compositioricnvon den Kûnstlern beivuuderl »v»»rden. Beysemer Heimkunft wurde er ungeachtet dergrossen Menge gefchickler Meister die da-selbst arbeiteten sur emen der besten gehallen,und trug man »hm grosse Werke zu verftrti-gen auf. Er desatz wichtige Theile der Kunst.In feiner Iugend copirte er mit solcher Ge-

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fchiKchkeit nach Rubens und Vandtxk, da-seine Etucke noch itzo fur Originale angese-hen iverdcn. Hieraus lernte er die Anfànges.iner schonen wohl ineinander gefchnielztenFàrbung und zierucher Behandlung des Pin,sels. Er niahlle nur grosse Historien; seineComvostlione»» stnd ungckullstelt und wohlàberlcgl; er brachte in selbige nicht mehrFiguren als nôthig ware» sein Gemàhlde zubeleben, jede hatte ihre erforderliche Verrich»tung. Ihre Auszierungen stnd sinnreich, undvon edler Einfalr, die Geivânder aber fehrgul. Er zierte seine Grunde mit Architecturdie er nebji der Perfpectiv ìvohl verstand.Seine Zeichnung ist von gutem Geschmack,und tveniger stark ausgedruckt aïs des Car-raccio. ,Die Colorit seines Nackten ist fnfchund natûrlich, ivclches man aber nicht vonseine»» Gewândern sagen kan. Anfangs schra-firte er das Licht feiner Porlraiten (die erudrigcns vortrestich mahlte) wie seiches inZeichnungen mit der Kreibe ûblich ist , wel-ches er aber nachher unterlietz. Er starb A.1671. Sein Bruder ein geschickter Mahler,trat in den Iacobiner - Orden. Man sichetin seinem Kloster die Geschichte ieines Heili-gen, vo» feiner Hand, rvozu AchtscheUing dieLandschast mahlte. Descamps P. 2. p. ;i.

Dost^(Jacobus van), der jl'rngere, desobigen Sohn; gebohren zu Bruggè A. 16;7.Studirte zu Paris und zu Rom. Nach sei-ner Heimkunft gedachte er nach Paris z»»-ruckzukehren, als er aber gen Lille kain, ver-fcrtlgte er dort einige Portraite, die ihm ssviele Arbeit vcrfchaften, datz er fich entfchlo-dafelbst zu verbleiben, und brachte 41. Iahrein diefer Stadt zu, e»»dlich begab er stchìvicder nach Bnigge, und starb A. 171;.Man siehet zu Lille vicie Allar-Blátter vonfeiner Arbeit. Seine Zeichnung ist von grossftn» Geschmack, seme Colorit gut, und machteine vortresiiche Wurkung. Seine Compost-tionen stnd zivar nicht ìveitláuftig, aber »vohlàberlegt rc. Descainps P. ;. p. 55.

Oosterwyck (Maria van), gebohren zuNvotdorp nahe bey Delft A. i6;c>. Lerntebey Ioh. Davids de Heem. Sie ivurde insehr kurzer Zeit iin Blnincn-rnahlen so be-ràhint, datz Kayser Leopold der I. Lud»vigder XIV. und Wilhelm der lll. von ihre»

Gemâhl-