Band 
[Band 1]
Seite
1009
JPEG-Download
 

Sa

Schône und Vortrcsiiche aus den bestcnWerken der grôsten Meistcr zu schôpfen.Zu Flore,,z studirte er nach den berûhnnenCarrons des Leonhard da Vince und M.A. Bonaroti/ und fand zu Rom Gelegenheitdie sixtinische Capclle, wclche dieser letzteremahlte, heimlich zu sehen, dieses veranlasiteihn die Manier seines Lehrmeisters vôllig zuverlassen, und ailein das Schônste in derNatur nachzuahmen. Pabst Julius der II.liesi ihn auf die Empfehlung seines Ver-wandten und Landmanns Bramantes indcm Vatican arbeiten, wo er Werke mahlte/welche jederzeit hôchstens bcwnndert wurden.Die Verklàrung Christi/ ein Gemâhld wel-ches er knrz vor seinem Absterben verfertigte/wirb fur sein Mcistcrstàck/ ja man kan fastsage ,,, der Mahlcrey sclbsten , gehalten. Erstarb A. 1520. zu Rom , und wurde in derKirche Rotnnda begraben. Ein glucklicheSGenie / eine fruchtbare Einbildungskraft ,rine lcichte und zuglcich erhabne Composi-tion / eine schone Aììswahl / eine sehr richtigeZeichnnng/ angcnehme und edle Figurer,/seine Gedanken , natlirliche und wohl ausge-drnckte Stellungen und Leidcnschaften , sinddie Merkmahle an welchen man seine meisteWerke erkennet. Man >agt von diesem vor-treflichen Kunstler/ er habe eiliche geschicktejunge ilîîahler unterhalte », welche ailes wasman schones i» Italien und Griechcnlandfindcn fonte / fur ihn abzeichneten. VasariP. 3. p. 64. G.

Sarabia (Iofephus de) / hielte sich seinemeiste Lebenszeit in den Stádten Corduaund Seville auf/ in dieser letztern wurdeer A. 1618. gebohren. Er war ein Lchr-ling ans der Achille des Zurbarans/ ahin-1e aber in sciner Arbeit meistens die Wer-ke Raphaël Sadelcrs nach / von welchemman zu Cordua viele Gemâhlde antrift.Earabia starb in dieser Stadt A. 1669.Velasco No. 12;.

Saracino (Carolus ), genannt Venezia-no; gebohren zu Venedig A. 1383. Lerntebey Cannllus Mariant / und folgte daraufdes M. A. Mcrigi Manrer / welchem er«uch in Gcniuthsucigungen und in der Le-bensart gan; àhnlich war. Er arbeitetevicies sûr èffcntliche Gcbâude, wiewohl mit

Sa 4yi

schwachcr Fârbung. Starb A. 162;. Bag-lioni p. 138. G.

Saracino (Franciscus ), ein vortreflicherPcrspectiv - Mahler zu Neapolis; stritt indieser Kunst mit Ianuarius Greco um denVorzua. Er ledte um A. 1700. DomeniciP. p.

Sardi (Cajetaims ), Mahler zu Rom;lernte bey Bcnedict Luti und bey PeterBianchi. Er that sich mit Portrait - undHistorien - niahlen hervor. Argensville P.3. p. 8°.

Sardi (Iofephus) ; mit seinen Zeichnun-gen und untcr semer Aufsicht wurde um A.1670. die Kirche S. Maria Zobenico zu Ve-nedig erbaut. Guaricnli p. 238. -4

Sarezana (Lconhardus da)/ Bildhanervon Gcnua; verfertigte ans Befehl des Car-dinals Félix Montalto das Grabmahl PabstNicolaus des IV. Als der Cardinal untcrdem Namen Sixtus des V. Pabst wurde/crklârte er ihn zu seinem Bildhaner. Ar-beitcte an verschiedenen Statuen der sixtini-schcn Capelle , und obgleich Prosper Brcscia-no mit ihn, arbeitete , musite er doch aufpábstlichcn Befehl/ auch dieses KunsilcrsWerke ausbessern. Er wurde sehr alt/ undstarb zu Rom. Baglioni p. 8c. G.

Sarnelli (Ianuarius , Antonius und Io-hannes) / Gebrûder , Mahler zu Neapolis;lernten bey Paul de Matteis. Der ersterewendete allen Fieisi und Muhe an , seineNatur-Gabcn zu vermehren / wodurch ersich aber das Leben vcrkûrzte; die zwey an-dern arbeitete», un. A- 1740. mit einer an-genehmen und fleitzigei» Manier. DomeniciP. p. 347.

Sarrasin (Iacobus)/ gebohren zu No-yon A. - 398. Kam in srsthcr Iugcnd nachParis/ und lernte baselbst die Zeichen-Kunst/und das Bild - formen. Darauf gieng ernach Rom / wo die vortrcsiiche Werke welcheer verfertigte , ein Beweitzthum seiner unge-meinen Gcschicklichkcit in der Bildhauer-Kunst abgeben. Cr ûbte sich auch in derMahlercy/ und stehct man in der Minoriter-Kircheund in der Kammer des Enquêtes zu Pa-ris von siine» Gemáhlden. Viele Kirchen/ Pal-làste und Gàrten in Frankreich prangen mitseiner schônen Bildhauer-Arbeit , untcr denen

Q q q » die