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[Band 1]
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Kûnsten bediencn konnte, erhiclte auch vont mi letztern eine Pension. Sandrart P. i.p. 362. G.

Steen (Jyhannes), gebohrcn zn LeydenA. 1636. Knusscr, ein Mahler zu Utrecht,hernach Broimer uud cndlich van Goyenwarcn seine Lchrmeister. Steen war dcrBesteher eines Wirthshauses, cr fûhrte einliederliches und versoffenes Leben; ohngeach-tet desscn Hat man vortrefliche Gemâhlde vonihm: Sein Genie ersetzte alles, unb er redtevon ftiner Knnst aïs einer der alle Geheim-nisscn dcrsclbcn kannte. Er starb A. 1689.Seine mciste Werke sind in dem hcrrschcn-den Gcschmack der damaligen Zeitm: nám.lich Tabaksstubcn, Besvffne te. WenigMahler wutzlen ihre Figuren so wohl zu be-lebcn als er: Man sieht, dasi er die Naturru Rathe zog , auch mahlte er Historien,welche er edel und anstándig vorzustellen wutz-te: Seine Zeichnung ist correct und die Fàr-bung schôn, besondèrs wann er nicht besoffenwar. In Summa, er war einer der bc-rûhmtesten Mahler seiner Zeit. Seine Wer-ke trifk man meistens in ftanzôsischen Kunst-Cabinttten an. Er hatte cinen Sohn Theo-dorus , der aïs Bildhauer an cincm deutschenHof arbeitete. Descamps P. ;. p. 26. G.

Stèenrêe (Wilhelmus oder Georgius),ward um A. 1600. m Niederlanden geboh-ren, und lernte bey seinem Vetter Cornéliusvan Poeleniburg. Ob er gleich m einigemRuse stand, so sind doch seine Gemâhlde inso klcincr Anzahl vorhanden, dasi man siekaum kennet. Descamps P. 2. p. 47.

Gteenwtnkel (Hcnricus), ein Mahler znDclfft; lernte bey Iohaim Verkolie, undwusite alles was ihm von Mahlcreyen vor-kain, mit bcwuudernswûrdiger Gcschicklich-keit nachzuahmen. Houbraken P. p. 286.

Steemvyk (Henricris van), gcbohren zuStecnwyk um A. Lernte bey Johannde Bries. Er mahlte vornehnilich Architec-îìir-Stìicke, und erlangte einen groffên Ruhmdurch die Kunst, mit welcher er die Perspec-tiven des Innwcudigen der Kirchen mahlte.Steenwyk hatte eine vollkommne Kenntnitzvon Schatten und Licht. Er stcllte gemei-niglich Nachtststcke, in welchen die Dunkel-lM durch Fackeln und Feuer unterbrvchen

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wird, vor, und man kan nichts verstándi-gers von dcr Wârkung des Lichts sehen.Seine Gemâhlde sind sehr wohl ausgcarbei-tet, inan bemerket in denselben sehr icichtcPinselzûge. Er mahlte sclten Figuren, die-jcnige welche man in seinen Werken findet,sind meistens von Breughel und van Tulden.Bey entstandcnen KricgS - Unruhen gieng ernach Franksurt am Mayn , unb starb da-selbst A. 1604. Er hintcrlictz einen Sohngleichcn Ramens und gleicher Kunst. Die-ser arbeitete mit viclem Ruhm in kôniglichenDicnsten zu London, und starb dâselbst.Seine hintcrlasine Wittwe zog gcn Amster-dam , und siuide da ihr reichlichcs Auskom-men mit der Pcrspectiv - Mahlerew In al-len nicdcrlândischen Lebensbeschreibungen wer-den die Geschichten dicser zwey Mahler miteinander verni ischt, welches zweifelsohne auchmit ihrer Arbeit geschieht. Descamps P. 1.p. 204. G.

Steenwyk ( N. R. ), mahlte zu Bredaallcrl-and leblose Gegenstânde , welche mei-stens in emdlcmatucheii Borstellungen des To-des bestchen. Bielmalen sieht man Zeichendes Uebermuths bey einem Todtenkopf.Mehrmalen ein halb erloschnes Kerzcnlicht,Seifenblasen rc. Seine Allegorien sind mitBerstand componirt. Wie wenig aber auseines Kânstlers Arbeit aus seine Gesinnungenzu schliessen sey, sieht man aus dcr Auffich-rung diests Mahlers, er fûhrte ein unor-dentlichcs und versoffenes Leben, und starbdahcr auch in dem grôtztcn Elend. DescampsP. 3. p. IQ 9 .

Steevens (Petrus), von Mecheln; warkayserlicher Hof-Mahler zu Prag um A. i6oc>.Er war ein grosscr Historien-Mahler und ge«schickter Zcichner. Descamps P. i.p. 214. G.

Steftrneschi (Ioh. Baptista) , gcbohrenzn Rom, einem kleinen Ort in dem Staatvon Florenz A. 1582. War ein EinsidlerServiteu - Ordens aus dem Berg Sinario.Er begab sich aus das Miniaturmahlen, zutvelchcr Kunst ihm die Bekanntschaften mitAndréas Commodi, Jacob Ligozzi und Pe-ter Beretini wohl zu statten kamen. Copirtedie Werke Titians, del Sarto, Correggiound Raphaels, verfertigte auch einige ArbeitauS rigner Erfinduiig, von welchen man in

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