Gufem'er (Abraham), emgeschiàMah-ler zu Dorkrecht; wurde A. 1646. m die da-sige Gesellschaft eingeschricben. Er mahltemeistens leblose Gegenstânde, silberne Gefàs-se rc. Weyermann P. p. 48.
Sustni (Anlonius), von Florenz; lernteLie Bildhauer- und Gietz-Kunst bey Johannda Bologna. Er wurde einer seiner fleihig-sten und bestcn Schûlern, den er zu Auspo-lirung seiner Werken gebrauchte. Zu Romverfertigte er viel Modelle nach antickeu Sta-tûcn, und gotz die vornehmste in Crut, be,sonders den farnesischen Hercules, welchener verschicdene mai mit grossem Nutzen an-brachte. Er stard A. 1624. in fthr hohemAller, und hinterlietz stincm Nefen ein baa-res Vermogen von tausend Tbalem.Baldinucci Sec. 4. P. ;. p. 172. G.
Susini (Johann Franciscus), Bildhauerzu Florenz ; lernte bey obgemeldtem Antonseinem Oheim. Er gieng nach Rom, undstudirte mit ungemeinem Fieitz nach den Sta.luen und Basrcliefs , von denen er einige,vornehmlich den sogenannten Toro Farnese inErzt gotz. Nach semer Heimkunft verfertig-1e er eine unzâhliche Menue Werke. Bal-dinucci Sec. 4. P. 3. p. 377. G.
Suster oder Sustris (Friedericus), dieserKûnstler ist bey Vasari nnter den verschiede-nen Namen di Lambert», Fiamingho undPadoano bekannt. Er war von Amsterdamgebûrtig : Arbeitete mit Ruhm und einer sehrlicdlichen Manier zu Florenz, wo cr A. 1564.ais ein Mitglicd der dasigen Académie dasLcichen-Geràst des M. A. Buonaroti auszie-ren half. Nachher ward er chur-bayerischerHof-Mahler, und starb zu Mûnchen. DieSadeler brachten einige seiner Zeichnungenin Kupfer. So viel zeiget uns Bottari insemer Ausgabe des Vasari P. p. 480.und Gilmta p. 22. an. Die niederlándischeSchriststeller, welche stch so vielfâltig bemà-het haben, die Lebensgeschichten ihrer Kûnst-ler zu beschretben, geben von diesem Mahlernicht die geringstc Rachricht. Sandrart P. 1.p. 2?ç. meldel: Lambert, Friedrich undJohann truster, Gebrâder, Mahler zu Mâ-che» ; lernten diese Kunst bey ChristophSchwarz. Der erste mahlte wohl angeorb-Mti und geistreiche Historien ; Friedrich und
Johann brachten ihre eigne Erfindungen înMiniakur - Gemáhlde. In Entgegenhalt die-ftr beyden Nachrichtcn erhellet, datz Chri-stoph Schwarz, der A. içço. gebohren ist,nicht Friedrichs Lehrmeister habe seyn kônnen,indem dieser letztere, wie oben gemeldet, schonA. 1564. zu Florenz arbeitete. G.
Sustermann (Justus) , gebohren zuAntwerpen A. 1*97. ist in seinem Vater-lande ziemlich unbecannt. Er gieng nochjung in Italien, und seine Manier zu mah-len crwarb ihm cincn ungemeinen Ruhm.Der Grotz-Herzog von Florenz ernannte ihnmit cinem betráchtlichen Gehalte zu seinemersten Mahler. Dieser Priuz bchichte ihnsehr ost in seiner Werkstatt, woruber er stchdie Feindschaft der Hofleuten zuzog, welchecer aber durch alle ersinnliche Hôflichkeit einZihl zu setzen wutzte. Man verstchert, datzdie Anlage seiner Gemàhlden geistreich , sei-ne Fárbung schôn und die Zeichnung richtiqgewesen sey. Seine Gewânder warcn wohlgefaltet, und er wutzte Schatten und Lichkvortreslich auszutheilen. Auch mahlte erschône Portraite. Seine meiste Arbeit fin-det man in Italien, besondcrs zu Florenz,wo er A. isr-i. starb. Descamps P. 2.p. 44. G.
Gutermann (LambertuS), genannt Lom-bardus, ûbersetztc auch seinen Nanien in dielateinische Sprache, und nennte stch in sei-nen Kupferstichcn Suavius; gebohren zuLûltich A. 1506. Er war ein berûhmterMahler, Bildhauer, Baumeistcr und Kup-ferstecher, war auch in der Ovtic und inder Kenntuitz alter Bildhauer - Stâcken undMahlereyen sehr erfahren. Auf seinen lan-ge daurenden Reisen lernte er von den ge-schicktestcn Meistern die besten Maniercn,und machte in seiner neu aufgerichteten undvortreflichen Schule das Schône und Grund-liche der Kunst seinen Lehrlingen bekannt,welche solches hernach in vicie Provinzenausbreiteten. Er war in der Philosophie undDicht-Kunst geûbt, daher man in seinen Wer-ken grundliche und seltene Einfàlle und schônehistorische Composttionen findet. Er florirteum A. içço. Hubert Golzius sein Schûlergab eine Lebensbeschreibung von diesem Kânst-
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