546 Th
Erhielte schon in dem 17. Iahr seines Altérsdcn Ruhm eines geschicktcn Mahlers. Erverlietz sein Vaterland und kam in Italien,wo er i;. Iahre nach den dasigen Selten-hciten und der Natur studirte^ Rom, Nea-polis und Geuua warcn die Stâdte, in wcl-chen er arbeitete. Elzheimer, Lasrmann undPinas studirten mit ihm: Me bcobachtetcndie Verânderungcn der Natur bey Ans- undNiedergang der Sonne. Thomann ahmteauch des Elzheimers Manier sehr genaunach , und kam nach dessen Tod in sein Va-terland zurûcke. Er starb zu Landau in kay-serlichen Diensten. Descamps P. i. p. G.
Thomas (Johannes), gcbohren;u Ppernum A. 1610. Er durchreiste mu scmemFreunbe Dieppenbeck ganz Italien. , Beydeverdienten den Titul lvûrdiger Schiller desRubens. Der Bischoff von Metz bericf ihn,und er arbciteke sur ihn verschiedene grosseWerke. Kayser Leopold der I. erncunte ihnA. 1662. zu seinem ecsren Hof-Mahler mitcinem betrâchtlichcn Gchalle. Von seinemûbrigen Leben und Tobe weisi man nichts.Descamvs P. 2. p. 169.
Thomastiii (Philippus) , von Troye inChampagne gebûrtig; kam nach Rom undûbte sich auf Gàrtclschnallen rc. Verzierungenzu stechen. Er lernte darauf das Kupferste-chen unter der Anfàhrung des CornéliusCort, und wurde hierinne ein geschiekter undfleitziger Kunstlcr, von wclchem man einegrosse Menge Kupfcrstiche nach den beràhm-tcstcn Gemáhldcn ;u Rom^sieht. Er verftr-tigte auch einige kleine Statuen in Erzt,und starb zu Rom in eineiu Aller von ohn-gefehr 7°. Iahren. Baglioni p. 280. ZuParis befanden sich zwcy beràhmte Kupfer-stecher dieses Ramens, Simon und seinSohn Heinrich Simon, welche sehr schoneWerke verfcrtigten: Dieser letztere starb A.1741. in dem 53. Iahre seines Altérs.
Thornhill ( Iacobus ), ein berûhmtcrenglândischer Mahler, der Sohn eines Edel-manns; ward A. 1676. in der Provinz Dor-set gcbohren. Seine fchlechte Glûcks . Um-stánde bewvgen ihn, die Mahlerey zu erler-neu, in welcher er , ungeachtel der miltel-mâtzigen Geschicklichkeit seines , dem Namennach ilnbekannten Lehrineisters, in kìirzer
rh
Zeit treffich zunechm. Er verfertigte einigegrosse historische Stucke fur die Konigin An-na. Wurde erstcr koniglichec Hof- Mahler,und ward zum Ritter gcmacht ; lôsile auchaus seinem sehr betrâchtlichen Vecdienste dievon ftmem Vatcr verausserte Gâter wiedcrein. Er war in allcn Gattungen der Mah-Icrey wohl bewanbert / und gab Risse zuGebàndcn. Als er A. 1732. starb, war erein Mitalied des untern Parlamcnts. Ar-gensvilte P. 2. p. 227.
Thourneiser (Jvh. Iacobus), gcbohrenzu Bastl A. i6;6. Lernte bey Peter Au-bry zu Stratzburg. Er ward ein berûhmterKupscrstccher, und arbeitete zu Turin, Wien,Augspurg, vornehmlich aber zu Lion, woer allcin iy. Iahre, und ûbcrhaupt seinemciste Lebenszeit ausser seinem Vaterlandczeîbrachte. Er starb zu Bascl A. 1718.Man bewundert unter seincn zahlreichen Wer-ken vornehmlich diejenige, welche er nachder Manier des Mêlait nnscinfacher Schra-firung verferltgte. Sein Sohn gleichen Ra-mens arbeikere zwar auch nach bcs BatersManier, kam ihm aber in der Kunst nichtbey. Fus;Ij P. i. p. n;.
Thouvenin, verfertigte fur den Altar derCommunions - Capelle der Kirche S. Jeande Greve zu Paris drcy Engel aus verguld-tem Erzt. Brice.
Thulden (Theodorris van), gcbohren zuHerzogenbusch A. 1607. Lernte bey P. P.Rubens. Er rciste mit ihm gen Paris,und halte die Ehre, an der lurendurgischenGallerie zu arbeiten. Man siehct in demChor der Kirche Mathurins daselbst 24. hi-storische Stucke von sciner Hand. Baldmahlte er historische Stucke, luid wies dar-innen das erhabenste Genie, bald Márkteund Kirmetzfeste in Deniers Geschmack Inder Académie zu Antwerpen ward er A.i6;8. Director. Er lebte noch A. 1662.und starb in seincr Geburts - Stadt. SemeManier in der Mahlerey ist hurlig und un-gezwungem Auch etzte er die Historie desUlysses f welche Ricolaus dell Abbate nachden Zeichnungen des Primaliccio in einerGallerie des kôniglichen Schlosses Fontaine-bleau gemahlt hatte, in 58. Stàcken: DenEinrug des Erz-Herzogs Albert zu Anlwer-
pen,