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[Band 1]
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1734* m welcher er íînt A. 1744. dieSlelle eines Ralhs beklcidete. Er behaupte-te den ersten Rang unter den Portrait-Mah-lern stiner Zeit. Die Kayscrm Elisabethberufte ihn nach Moscau ihr Bildnitz zu ver-fertigen , welches ber beruhmte Schmidt vonBerlin in Kupfer bringen sollte, und in die-ser Absicht glcichen Beruf erhielt.

Todi (Petrus Paulus da), Bildhaucr j»Rom ; lcrnte bey Paul Romano; er arbei-lcle mit seinem Lehrmeister an den zwblfaus Silber verferligten Aposteln, welche vorPlundrung ber ^ladt Roin auf dem Altarder pábstlichen Capelle zu fthen waren.Seine Geschicklichkeit in der Bildhauer-Kunst erwies er an den Grabmâhlern derPâbste Pins des H. und des III. die erin Gesellschaft ftineS Mit-Schâlers Nicolansdelta Guardia verfertigte. Vasari P. 2.

p. ;y 2 .

Toeput (Ludovicus), brachte scinen Na-men in die italiânische Sprache, und wurdezu Venedig Pozzoserrato, oder nach demOrt seines gewôhnlichen Aufenthalts da Tre-vigi genannt. Er war von Mecheln inBraband gebûrtig, und kam mit demRuhm eines geschickten Landschaften - Mah-lers gen Venedig, wo er seinen Landsmannund Kunstgenosscn Paul Brill antraf. Die-sen ûbertràf er in den Fcrnungen , welcheer mit gutenr Gcschmack verfertigte. Erpflegte in seinen Landschaften schone Lûfte,dstnne und rothlichte Wvlken , Morgen - undAbend-Rôthen, Regen, Wirbelwinde, Un-gcwitter, Figuren und Thiere anzubringen;mahlte auch einige geistliche Geschichten mitOehlfarben, und mit gelber Erde in fri-schen Mortel. Er lebte noch A. 1604. undstarb zu Trevigi ( welche Stadt mit seinenGemâhlden geziert ist) in mánnlichem Aller.Descamps P. 1 . p. 213. G.

Tofano, genannt Lombardino; Baumei-ster zu Meiland. Nach seinen Zeichnungenwurden viel Pallâste daselbst und die Façadeder Nonnen-Kirche S. Catharina alla PortaTicinense ausgefàhrt. Latuada. G.

Tognone. Siehe Antonius Vincentino.

Tol (N. N. van), eln hollándischcr Mah-ler; von feiner Hand sieht man in demKunst-Cabinet des Herzogen voa Orléans, in

dem Palais Royal zu Pans ein Kûchenstûck.S. Gelais p. 47-.

Eoledo (Johannes de), gebohren zu Lor-ca in dem Kôi^igreiche Murcia A. i6n.Michacl de Toledo war sein Vater und Lehr-meislcr. In Italien stubirte er die Werkedes M. A. Mcrigi und Angélus Falcone,besonders aber die Anticken, und die bcstenneuern Feldschlachten-Mahler. Nach einiqerZeit kam er in Svanien zurûcke, und mahl-te erstlich zu Granada Schlachten, See-und Nacht - Stûcke; hernach aïs er nachMadrid kam, legte er sich auf das Histo-rien - mahlen, worinne er ungemein glucklichwar; unterschiedliche Kirchen, wle auch dievornehmste PaUâste zeugen von seinem er-habnen und fruchlbaren Genie. Er starbA. 16^;. Velasco No. no. G>

Eolosmeo, oder Solosmeo. Siehe Set-tignano.

Tombe (N. N. la), genannt Stopper;gebohren zu Amsterdam A. r 616. Er rcitztesehr jung, und kam gen Rom, wo er indie Schildcr - Vent aufgenommen wurde,welche ihm (weil er bestándig Taback rauch-te) obigen Beynamen gab. Er mahlte ita-liànische Gesellschaften, vornehmlich aberErzlgrâber, anticke Grotten, Grabmâhler,und Ruinen der alten Stadt Rom, er niach-te sie mit geistreichen Verschiessen, und vie-len wohlgezeichneten Figuren angenehm.Starb in seinem Vaterland A. 1676. undhalte einen Bruder, der ein Liebhabcr vonMahlereyen und Kupferstichen war. Rem-brgnd dieses letztern Freund etzte sein Portraitin Kupfcr. Descamps P. 2. p. 250.

Tomberg ( Wilhelmus ), gebohren zuGouda A. 160,. Lernte bey Westerhout zuUtrecht die Glasmahler - Kunst. Es wurdeihm aufgttragen die Fenster - Gemâhlde derS. Ivhanos - Kirche ftiner Geburts - Stadtwelche A. 1674. durch den Hagel sehr be,schâdigt worden , wieder auszubessern, wel-ches èr aber mit sehr mitlelmâstiger Kunstverrichtete. Er starb A. 1678. Tombergbehauptete, datz sint dem Tode der Gebru-der Crabelh die Glasmahler - Kunst verlohrengegangen wâre; allein er irret sich, indemsclbige lange Zeit hernach sowohl in Englandals in Deutschland (wiewohl nicht mehr mit