Tr
den Kônig das spanische Wappen in Dia-mant. Er wird fur den ersien gehaltcn,we'cher stch unterstund , Figure» in dicsen,bis auf seine Zeiten fur unbezwinglich gehal-teneu Stein zu graben. Erfand auch vcr-schiedene Instrumente von Drechfelcifen,Rádlein, Feilen rc. wclche den hcutiqenKànstlern ihre Arbeit sehr erleichtern. Va-sari P. 2. p. 52;. nennt ihn Avanzi. Bal-dinucci Sec. 4. P. 2. p. 6 ;. G.
Tribolo (Nicolaus Pencoli genannt)/diefen Beynamen gaben ihm seine Mit - Ar-beiter, weil er diefelbe (zufolge des von sci-ner Kindhest an bey ihm verspàrten unru-hjgen 1 wllden und ungestummen Wefcns)bestândig plagte. Aus eben dieser Ursachewurde sein Vatcr, ein Zimmermann, geno-thigt, ihn in Treibung seines Handwerks,durch harte Arbeit einigermatzcn zu zâhmen.Tribolo lernte hernach die Bildhaiier - Kunstbey Jacob Sansavino, er gclangte in die-ser und in der Ban-Kunst zu solcher Voll-kommenheit , dast er fur Pâbste, Kônigeund Fûrsten Pallaste und Kirchen auffiihrte,auch Brunnen und Statue» verfcrtigte. Erlebtc 6;. Jahre, und starb A. 1565. da erin der Barftitzer-Kirche zu Flore»; begrabenwurde. Vasari P. 3. p. 394. G.
Tricher du Fresne (Raphaël ), wurdeauf des Kônigs von Frankreich Unkostennach Rom gesandt, die Mahler- Bildhauer-und Bau-Kunst zu lernen. Er gab A. 16; 1.die Abhandlnng des Leonhard da Viuce vonder Mahlerey, und eine andre von der Bild-hauer - Kunst des Léo Baptista Alberti miteinigen Figure» nach M. A. Buonaroti undNicolaus Poutzin, inglcichem die Regeln derSymétrie, Proportion und Perspectiv zuParis in Druck heraus. Guarienti p. 442.
Trich Trach. Siche Laurentius Gandolsi.
Trient. Siehe Trento.
Tristan (Ludovicus), gebohren in cinemDorfe nahe bey Toledo A. 1^97. Lerntebey Dominicus Greco, den er in Richtigkeitder Zeichnung sowohl als in Ansehung desguten Geschmacks ûbertraf. Seine vornehm-ste Gemàhlde flnb das H. Abendmahl indcm Speise-Saal des Klosters Silla unweitSeville, welches ihm mit 200. Ducaten be-zahll werden mutzte. Einen Almosen - aus-
Tr
theilenden H. Ludwig in dem Kloster des H.Pctrus Martyr/ und die Tafcl des grossenAltars der Hieronymiten - Nonnen - Kirche,welche fur sein Meisterstuck gehalten wird.Delafco No. 77. G.
Triva (Autonius)/ gebohren zu RcggioA. 1626. Lernte bey I. Francifcus Barbie-ri. Er wurde in der Erfindung, Zeichnungund Colorit ein vorlreflicher Mcistcr; arbei-tete auch sehr wohl mit der linkcn Hand/und starb in Diensten des Churfûrsten vonBayer» A. 1699. Von feiner SchwesterFlaminia findet man in der kleinen Kircheder Schule de Zoppi zu Vencdig ein Ge-mâhld, welches die H. Dreufaltigkcit vor-stellt. Beyde werden von Bofchini p. 528.und 336. sehr gclobt. G.
Trivisani ( Angélus ) / arbeitete um A.1740. zu Venedig mit dcm Ruhme eines gu-tcn Figure»-und vortreflichen Portrait-Mah-lers. Guarienti p. 62.
Trocchi (Alexandcr ), von Bologne; mahl-te in der Kirche S. Paulus daftlbst die 15.Gehcimnissen des Rofencranzes / welche eineAltar - Tafel der Capelie Bonvisi umgeben.Passagg. dising. G.
Troger (Paulus)/ gebohren zu Zell tin-ter Welsperg in dem Bikthum Briren A.1698. Lernte in ftinem Vakerlanbe und beyJoseph Alberti. Er mahlte mit einer wohl-ausgesuchten Manier / und zicrte viele Kir-chen in Oestcrreich mit seiuen Gemâhlden.Seine Figure» stnd zart und wohlgezeichuet.Er wustte geistliche Geschichtcn durch vor-trcfliche Ausdrucke bis zu dem Erhabeneu znbringen/ und arbeitete zu Wien A. 17;°,Hagedorn p. 328.
Troglio (Julius) / genannt Paradosso ;Mahler zu Bologne. Lernte bey Gexi undbey Augustin Metelli. Er wurde durch einebeschwerte Haushaltung genôthigt , (id) insciuer Arbeir einer leiditen und sertigen Ma-nier zu bedienen/ daher er die Figuren ver-lietz und das Ornamentmahlen sûr die Handnahni. Weil er and) in der Perspectw wohlgegrundet und erfahren war / gab er ein Buchunter dem Titel: Paradoílì per praticare laProspettiva A. 1672. zu Bologne ili Druckheraus. Guarienti p. 314.
Tromba. Siehe Santo Rinaldi.
Trom-