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Freundschaftliche Lehren / aus dem Französischen übersetzt
Entstehung
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« Freundschaftliche

Laster mißbilligten, und der Tugend Bey-fall gaben; Ihre Elisäischen Felder und ih-re Hölle waren nur Erdichtungen, ich ge-stehe es, aber diese Erdichtungen gaben ihnenPlagen zu förchten, und Belohnungen zuhoffen. Die Forcht und Hofnung sind dierechten Leiter aller Völker.

Die Religion wäre der Schutz der Köni-ge. Wenn Nnma nicht durch die Gesetzeder Religion, die er gegeben / das ange-hende Reich unterstützt hätte; so hätte erdieses Volk voll Siegern niemahls feste se-tzen können: und Rom härte seine Machtnicht bis an die äussersten Gränzen der Er-de erstreckt.

Es scheinet aus den Werken unserer Seri-Venten, wir haben eben so viel Vortheil,den Grund unserer Religion zu untergra-ben , als die Alten gehabt, denselben zuversichern. Dieser Widerspruch ist destoseltsame^, weil kein Deift, kein Materia-list, kein Gottsläugner ist, der nicht er-schrecken würde, wenn der Pöbel denkte,Wie er denket.

Man erzittert, wenn man die Menschennur ein wenig kennt, ab der greulichenUnordnung, die die Aufhebung der Reli-gion verursachen würde. Kein Volk istfruchtbarer an StaatS-Veränderungcn, alsdas, dessen Religion keine gewisse Form

hat,