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Lehren.
ren seyen darin» übereingekommen, daß indem Menschen eine Neigung zum Laster,und ein Widerwillen gegen die Tugendseye.
Ich unternehme nicht diese Meinung zuuntersuchen, es würde mich zu weit, undausser die Schranken, die ich mir selbst vor-gesetzt habe, führen. Sie mag seyn, wiesie will, so wird ste niemahls die Lasterden Tugenden ähnlich machen. Mail wirddaraus schlössen können, es gebe mehrschlimme als gute Leute; und nicht, daßdie Menschen, die uns tugendhaft schei-nen, nur verstellte Bösewichter seyen.
Ich behaupte im Gegentheil, sie mögensagen was sie wollen, daß es gute, gerech-te, barmherzige, mitleidige, gutthätige undfelbsten großmüthige Seelen gebe, Seelen,die von allem Eigennutze entfernet, treu,bescheiden, mäßig, liebreich, unerschro-cken , und noch einer edlen Freundschaft fä-hig find; mit einem Worte, daß es nochTugenden von aller Art und von allen Na-men gebe. Ich sage nicht, daß ste rein undvollkommen seyen; weil sie Tugenden vonMenschen, die selbst unvollkommen, sind:ich bejahe nur, daß es Tugenden seyen;und wären sie schon nur von der Art derje-nigen, von welchen ein grosser Mann ge-fasst, sie haben den Römern das RechtEr zur