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Lehren.
wird man bald von der Falschheit dieses ein-gebildeten Wesens überzeuget werden.Wenn man sich nur die Mühe geben will,darauf acht zu haben/ so wird mau sehen,daß es eine Verknüpfung verschiedener na-türlicher und wörtlicher Ursachen ist, die dasGlück des einen, und das Unglück des an-dern ausmacht; daß nichts in der Naturohne zureichenden Grund ist; daß wir ge-nug wissen, um es zu versichern, obwohlwir denselben nicht allezeit finden können,um ihn denen zu zeigen, die ihn suchen.
Das Spiel ist die Schaubühne, darauffich dieses vorgegebene Glück und Unglückam meisten zeiget, und der Thron des so-genannten Glucks; aber es ist nichts an-ders, als eine Zusammensetzung der Zah-len, die sich unendlich verändert; die demeinen lange glücklich, und dem andern höchst-unglücklich sepn kan; ohne daß man, aus-genommen in dieser Zusammensetzung, denGrund entdecken kan, der das Glück unddas Unglück der Spieler ausmacht. Manwürde nicht mehr spielen, wenn diese Zu-sammensetzung bekannt wäre; weil man da-durch alsobald wissen würde, wer gewin-nen und verliehren werde: die Hofnungund Forcht, die uns in Bewegung setzet,die in unserer Unwissenheit gegründet ist,
und