48 Freundschaftliche
und uns das Spiel angenehm machet, wür-de sogleich verschwinden.
Was man von dem Spiele gesagt, kansich von allen Begebenheiten verstehen, de-ren Triebräder, die sie hervorbringen undführen, uns verborgen sind.
Man gewinnt oder veriichrt die Schlach-ten nicht durch ein Glück oder Unglück vondieser Art, das man nicht genugsam ken-net. Der glückliche Mann, den der Car-dinal Mazarin suchte, um ihn an die Spi-tze einer ArMce zu stellen, wäre der, derdurch seine Klugheit die Macht zu ersetzenwüßte, die er nicht auf seiner Seite hatte.Er selbst war viel zu klug, um anders zttdenken: sein Glück war keine Würkung ei-nes blinden Zufalls, sondern die Frucht ei-ner klugen Aufführung, die ihren glückli-chen Ausgang sich selbst zu danken hatte:er wußte wohl, daß die meisten Unglückli-chen durch ihre eigene Schuld unglückhaf-tig sind.
Es ist ein anderes Glück und Unglück,das so viel sagen will, mit seinem Zustan-de zufrieden oder mißvergnügt seyn. Ob-wohl diese Art uns bekannter zu seyn schei-net, so ist man doch weder über den Be-griff, den man davon haben soll, nochüber die Mittel, die zu denselben führen/einig.