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anderer, mit denen ihre Geschichte ange-füllet wird, ist, was man von Tryphonmeldet. Dieser Prinz hatte sich des Syri-schen Throns bemächtiget, nachdem er An-tiochum, dem die Cron gehörte, und dessenVormund er wäre, gecödtet hatte. Ermußte sich seiner neuen Herrschaft durch ei-nen Schluß des Römischen Raths versi-chern. Tryphon glaubte, es würde genugseyn, die Augen der Römer durch eiue gol-dene Bild-Säulen zu. blenden, die zehentausend Mark am Gewicht hielte, und dieGöttin des Sieges von diesen Beherrschernder Welt gefesselt vorstellte: er ließe siedurch seine Abgesandten nach Rom führen.Der Rath aus Hochachtung vor diese glück-liche Vorbedeutung des Sieges, die dasBild schiene mit sich zu bringen, nähmedas Geschenk an; aber er nähme es gegenden unrechtmäßigen Besitzer des Reichs an,und ließ in die Aufschrift den Nahmen desrechtmäßigen Fürsten graben, den der Ty-rann erwürget hatte.
Diese langsame, obwohl in ihrem Erfolgrühmliche Wissenschaft schicket sich nicht vordie Anschläge und Unternehmungen einerlebhaften und kriegerischen Nation: alles,was sie verweilet, kostet sie zu viel: sie willzugleich siegen und schlagen. Der Degen,mit dem Alexander den GordicmischenKno-
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