Buch 
Freundschaftliche Lehren / aus dem Französischen übersetzt
Entstehung
JPEG-Download
 

Lehren. n?

sind ihm allen Ruhm und allen Prachtschuldig, die unsern Stand begleiten.

Kein Verstand ist so groß, den nicht dasStudieren um vieles vermehret: ohne das-selbe würde unser Geist nichts vollkomme-nes zeugen: Es setzt einen grossen Unter-scheid unter die Menschen.

Der Krieg sechsten ist dem Studierennicht entgegen. Die größten Feldherrn,die Rom und Griechenland gezählt, habenihren Geist durch die Wissenschaften sezie-ret. Sie waren Schied-Richter im Krie-ge , an der Spitze ihrer Armeen, und imSchooße des Friedens beurtheilten sie dieWerke des Witzes und des Geschmacks.

Wir bewundern noch heut zu Ta§e dieNachrichten von den Kriege» Cäsars: unse-re Nation hat vortreffliche Muster von die-ser Art. Der beste Kriegs,nanu hat nochallzeit nöthig zu lernen. Der grosse Prinzvon Conde sagte, das seye ein Meisterstück,einen Sieg gewinnen, an dem die Wissen-schaft nicht weniger Theil habe, als die Ta-pferkeit. Haben wir nicht gesehen, wie derHeld von Fontenoi mit dem Ausleger desPolybius, über den Gebrauch der Colon-nen in einer Haupt-Schlacht, gestritten,und der Wissenschaft einer» Theil des Ruhmsbeygeleget hat, den er unter den Augen ei-nes grossen Königs erhalten.

Hz Die