ii 6 Freundschaftliche
Zahl derer zu wünschen, die diese Welhdie doch unserer Verehrung würdig ist, ver-wirft, und mit Recht bestraft.
Die Welt ist es nicht, die uns verderbt;Wenn sie schon dem glücklichen Erfolg de-rer, die erst anfangen, behfällt, so ist siedie erste, die ihnen verbeut, darüber stolzzu werden: sie fordert noch mehr von uns:und weiß mit ihren Lobsorüchen einzuhal-ten, wenn man dieselbe mißbraucht. Sielobet im Anfange nur, um noch mehr zuloben, sie sucht uns nur aufzumuntern: siekennet die Kräfte der Menschen; sie weiß,daß die Eyfersucht die Quelle grosser Tha-ten ist: sie freuet sich, uns zu bessern: siebetrachtet diejenigen als ihr Werk, dieihr Lob zu gebrauchen wissen, und dassel-be bis an das Ende ihrer Lauf-Bahn ver-dienen.
Das Studieren.
5fIcero hat schon gesagt, und du weißt es,^ mein Freund, das Studieren schicktsich vor alle Zeiten und Alter: es vermeh-ret alle Freuden, und lindert alle Plagen.Wenn unser Glück nicht allezeit von dem-selben abhängt, so trägt es doch aufs we-nigste dazu ssey: oft führet diese KenntnißMe Handlungen eines Mannes, und wir