,2s Freundschaftliche
ein, welches die verschiedenen Stände desBürgerlichen Lebens von uns fordern; die-ses ist verschieden und nothwendig: es istwesentlich, und kan auf keine Weise ersetztWaden. Das Lächerliche derer,die alles wis-sen , ausser dem, das sie wissen sollten, istgrösser und schädlicher, als derer, die,weil sie nur eine Sache verstehen, allzeitdavon reden, und allen Leuten dardurchbeschwerlich fallen.
Durch das Studieren verstehe ich dasje-nige, das allen Leuten anstehet, von wel-chem Stande und Alter sie seyn mögen;durch das man sich von den ernsthaftestenBeschäftigungen erholet; das unsere Re-den angenehm machet; das unsern Geist,unsern Charaeter, und untere Sitten zie-ret; das uns mit den goldenen Zeiten derRömer und der Griechen bekannt macht;das uns die grossen Männer aller Völkerals Beyspiele vorstellet; das uns die ver-schiedenen Gaben des Geistes prüfen, undbeurtheilen läßt; das uns endlich den Triebzu grossen und rühmlichen Dingen einpflanzt,der zwar dem natürlichen Verstände seinenUrsprung zu danken hat, seine Vollkom-menheit aber den schönen Wissenschaftenallein schuldig ist.
Dieses ist die Wissenschaft, welche dieWelt mit allem zu gesellen weiß; die sie
liebet,