Lehren. irr
liebet, die man darfblicken lassen: die übri-gen muß man vor ihr auf eine gewisse Artverbergen. Sie fliehet den Kram der Ge-lehrten; auch ist es selten, daß kein Stolzdamit verknüpft ist. Die Anführung vie-ler Stellen ermüdet die Zuhörer, oderschlagt sie nieder. Mignard beklagte sichbey Ntnon Lenclos über die schwache Ge-dächtniß seiner Tochter; Ihr seyd viel zuglücklich, antwortete Nimm, sie wird euchmit Anführungen aus den Büchern ver-schonen.
Die Bescheidenheit begleitet die Wissen-schaft, von der ich rede, sie ist ein sicheresKennzeichen derselben: sie gleichet derjeni-gen gar nicht, mit welcher Pedanten pran-gen, die ohne Annehmlichkeit allem wider-sprechen; die ihre Macht-Sprüche nicht be-gründen, und bey denen junge Leute einengewissen entscheidenden Thon sich angewöh-nen, mit dem die Welt Mitleiden tragenwird, bis sie Zeit gehabt den Sclml'Staubabzuschütteln, der sie decket, und sie hindertzuerkennen, wie man zuerst muß zweifelnkönnen, um einsten sicher zu urtheilen.
Man läßt keinem die Urtheile zu, die aufStolz und Eigen-Liebe gegründet sind: esstehet jungen Leuten noch weniger an, zuentscheiden. Die Lehrjünger des Bvchago-M dyrftm s. Jahre lang nicht reden.
H s Gute