z-2 Freundschaftliche -
Gute Lehren verbessern unzählige Män-ael , die keine Verwandschaft mit ihnen zuhaben scheinen. Man lernet nicht bloß,um etwas zu wissen, sondern um sich zubessern: man gelanget dahin, wenn man ,gern will. Es ist kein Nutzen, den mannicht in den Büchern finde.
Mein Freund, ich wissenden, wo ichangefangen habe» Okngeachtet des Glücksund der Wohlfahrt böser Leute; ohnge-achtet der Freuden, die sie zu umgebenscheinen; kan uns doch die Tugend, sowohlin Ansehen unser selbst > als anderer, alleinglückseelia machen: ohne sie kau kein wah- !res Glück Platz finden. Die, so sie ver-lachen , lachen nur mit den Lippen; ihreFreude nimmt ein bitteres Ende. DerWeise hat alle Umstände des Lebens auseigener Erfahrung gekannt, und er geste-het, daß neben der Tugend alles nur be-trieglich, eitel und nichtig sey. Wir wer-den von allem berauscht; es giebt Augen-blicke , da man ohne die Tugend glaubtglücklich zu seyn; aber es sind nur Au-genblicke, wenn wir von unserm Taumel !aufwachen, so bezahlen wir den kurzenIrrthum theuer genug.
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