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I. Zeitalter der Kirchentremiung.
geraubte Christenmädchen wurden auf türkischen Fahrzeugen in dieSklaverei geschleppt. In ihrer Verzweiflung werfen die Gefangene!!Feuer in die Pulverkammer, und verschwinden, den Tod der Ent-ehrung vorziehend, mit den Trümmern des brennenden Schiffes unterden Wogen.
Cypern siel nach einem einjährigen sehr blutigen Kampfe in dieHände der Türken. Während dieser Zeit bildete sich durch die An-strengungen Pins V. die heilige Liga, welche zur Vergeltung fürdas auf Cypern und anderwärts in Strömen vergossene Christenblutdein Islam in: Golf von Lepanto einen tödtlichcn Schlag beibrachte.
Eine Flotte von zweihundert und dreißig Fahrzeugen, die demPapste, dem König von Spanien Philipp II., der Republik Venedig,dem Malteserorden und dem Herzog von Savoycn angehörten,mit einer Bemannung von 40,000 Kriegern unter Don Juanvon Oesterreich, einem unehelichen Sohne Karl's V., ging am25. September 1571 von Mcssina unter Segel. Sie wollte die tür-kische Flotte von dreihundert Segeln und 100,000 Mann Besatzungaufsuchen, welche von den Rüstungen der Christen benachrichtigt, immittelländischen Meere kreuzte. Die Verbündeten fingen die Türkenin dem Golf von Lepanto, wo vor 16 Jahrhunderten OctaviannsAugustus und Mareus Antonius um die Herrschaft über das Römer-reich kämpften.
Ein günstiger Wind treibt die Fahrzeuge in den Golf, in welchensie mit vollen Segeln und fliegenden Fahnen einfahren. Don Juanordnet sein Geschwader in eine einzige Linie, und vertraut den Befehlüber die verschiedenen Abtheilungen Doria, dem päpstlichen AdmiralMarc Antonio Colonno, dem venetianischen Admiral Vcnicro, demHerzog von Parma, Alexander Farnese, Enkel Karl's V. von Mutter-seite und dem Großprior von Messina vom Malteserorden. DonJuan als Generalissimus übernimmt den Befehl über das Centrum.Aehnliche Anordnungen trifft der Kapudan Pascha.
Aus ein gegebenes Signal fallen die christlichen Streiter anf'sKnie, sprechen ein kurzes Gebet und erheben sich wieder, voll Ver-trauen auf ihren Muth und den Schutz des Himmels. Es ist eineStunde nach Mittag am 7. Oktober 1571 und die Sonne übergießtdas großartige Schauspiel mit einer Fluth von Licht. Bange, feier-liche Erwartung herrscht auf beiden Geschwadern. Christen undMoslemin stehen mit den Waffen in der Faust auf dem Verdeck undüberall sieht man die Lunten des schweren Geschützes glänzen. Daslange und schreckliche Schweigen bricht endlich ein blinder Schuß vom