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IV. Zeitalter der Revolution.
Tedeum für den folgenden Tag, die Prägung einer Schaumünze alsErinnerung beschlossen, und die Depntirtcn gingen erst nm Mitter-nacht auseinander. Die Beschlüsse dieser Nacht, die übrigens nochder königlichen Sanktion bedurften, waren im Wesentlichen folgende:Gleichheit der Besteuerung, Zulassung aller Classen zu allen Aemterndes öffentlichen Dienstes, Aufhebung der Käuflichkeit der Aemter,Unterdrückung aller Privilegien, der Provinzen und Städte, Ab-schaffung alter, hie und da noch vorhandenen persönlichen Abhängigkeitdes Laudmannes vom Grundherrn, der Patrimonialgerichte, desaußerordentlichen Jagd- und Fischrechtes u. s. w. und der auf bil-lige Bedingungen gestellte Loskauf der dinglichen Lasten und desZehnten.
Diese Beschlüsse hatten bei der Begeisterung und Eile, mit dersie gefaßt worden, in jener Abendsitzung nicht in die übliche Formvon Dekreten gebracht werden können. Dieß war die Arbeit derfolgenden Tage. Hierbei traten aber sogleich wieder die verschiedenenClassen und Parteien, aus denen die Versammlung bestand, mitihren Interessen und Leidenschaften hervor. So tiefgreifende Verän-derungen in den bestehenden Rechten und Verhältnissen wären, obgleichmehrere darunter von der öffentlichen Meinung längst gefordert undihr zugestanden gewesen, doch in ihrer Gesammtheit bei etwas kaltemBlut und ruhiger Ueberlcguug, wenigstens nicht in dem Zeitraumeeiniger Stunden getroffen worden. Die Begeisterung und Aufregungbei ihrer Abfassung mußte aber bald nachher, wie es in der Naturder Dinge liegt, der Betrachtung und dem Zweifel Raum geben.Adel und Klerus hatten sehr viel, ersterer im Grunde sein Dasein,als ein im Staate bevorrechteter Besitzerstand, letzterer einen bedeu-tenden Theil seiner Einnahmen für einen wahrscheinlich viel geringerenErsatz, der Bürgerstand aber durch die Aufhebung der Käuflichkeitder Aemter und der städtischen Innungen, im Vergleiche zu den bisherbevorrechteten Classen, sehr wenig verloren. Die gleiche Nerthcilungder Grundsteuer und die Zulassung zu allen Aemtern konnten ihmin der Zukunft einige momentane und partielle Verluste mehr alsersetzen. Als es an die Abfassung der Dekrete ging, schienen Adelund Geistlichkeit erst zu begreifen, was sie aufgegeben hatten und dieUnzufriedenheit über das Geschehene, die ein großer Theil von ihnennicht verbergen konnte, verminderte die Anerkennung, die so bedeu-tende, freiwillige Opfer, bei denen, die durch sie gewonnen, hättenerregen sollen. Die Vvlkspartei in der Versammlung zeigte sich beider Verwandlung der am 4. August gefaßten Beschlüsse in Dekrete