Band 
Dritter Theil: Die neuere Geschichte.
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IV. Zeitalter der Revolution.

Stimmung entspricht, mit großer Kraft geltend. Die Jacobinerwurden so mächtig, weil man sie für mächtig hielt. DasSchlimmste und Zerstörcndste in diesen Clubs waren jedoch wenigerdie Gewaltthätigkeiten und Frevel, die sie empfahlen oder verübten,als der Geist der Lüge und Heuchelei, den sie hervorbrachten, dieFurcht und Bangigkeit, die sie unter den Unentschiedenen, Gleichgül-tigen oder Gemäßigten verbreiteten. Sie hatten ein Späher- undKundschafter-system errichtet, das viel gefährlicher, als ihr öffentlichesTreiben wirkte. Keine Polizei, selbst nicht die einzelner römischerTyrannen oder der spanischen Inquisition, hat so, wie die der Jaco-bincr, die Blicke, Worte und Handlungen der ihr Verdächtigenbewachen lassen. Abgesehen davon, daß diese Vereine über das ganzeLand verbreitet waren, und alle einzelnen Zweige derselben in derengsten und thätigsten Berührung unter einander standen, so wußtensie durch ihre Verbindungen mit den niedrigsten Classen Alles, wasin den Hütten, wie in den Schlössern vorging, sobald es ihnen umdiese Kenntniß zu thun war. Die Oeffcntlichkeit ihrer Sitzungenverminderte diese Angebereien nicht, die einmal denen, die sie machten,nicht gefährlich werden konnten, und von denen mehr die Resultate,als die Mittel, zu ihnen zu gelangen, bekannt wurden. Diese Clubs warenaußerdem wie eine Behörde eingerichtet, und hatten so gut, wie gewöhn-lich diese, ihre geheimen Agenten, ihre geheimen Corrcspondenzcn u.s. w.Da die Franzosen überhaupt sehr viel Fähigkeit und Geschick zu jedcrNrt politischen und soeialcn Formwesens besitzen, was in der Revo-lution besonders hervortrat, wo mitten in der größten Unordnung den-noch immer gewisse wesentliche Zwecke verfolgt und nie aus den Augengelassen wurden, so zeigte sich dieß auch in den sonst so tumultuarischenVersammlungen der Clubs. Es bestand der Wildheit der Gesin-nungen, des rohen und seltsamen Kauderwelsches der Sprache unge-achtet, in diesem Chaos eine gewisse Ordnung und Haltung. Denndie an der Spitze dieser Partei standen, besaßen in hohem Gradeden Instinkt des Bösen und wußten die Mittel für ihre Zwecke meistgut zu wählen. Aus der Ferne betrachtet konnten die Clubs häufigals eine Versammlung von Tollhänslcrn und mehr lächerlich alsdrohend, erscheinen, in der Nähe waren wenigstens die der großenStädte wirklich furchtbar, denn ihre Führer wußten die Leidenschaftendes Volkes immer in ihrem Interesse zu leiten und es zu Werkzeugenihres Hasses, ihrer Habsucht, oder ihres politischen Ehrgeizes zubrauchen. Die Menge entschied in ihnen nur scheinbar. Sie wurdenur auf andere Art und zu anderen Zwecken, aber ebenso, wie