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IV. Zeitalter der Revolution.
Paß der Scharnitz und schlugen die Vorarlberger Bauern ein fran-zösisch-baycrisch-württcmbergisches Corps von 1500Mann bei Hohenemszurück, so daß an diesem Tage ganz Tirol von Feinden frei wurde.Hofer blieb nicht lange in Innsbruck, sondern ging nach Südtirol,um hier Streitigkeiten unter den Volksanführern zu schlichten undüberall die Ordnung herzustellen. Dagegen kam Hormayr jetztwieder aus seinem Versteck hervor, maßte sich die vom Landvolkallein errungene Ehre an und gab sich ein neues Ansehen mittelstkaiserlicher Briefe und Siegesberichte von Aspern. Kaiser Franzschrieb damals, er werde nie einen Frieden mit dem Feinde eingehen,in dem nicht Tirols Vereinigung mit Oesterreich verbürgt würde,mahnte das Volk zur Ausdauer und befahl seinem General Buol,Tirol standhaft zu behaupten.
Unterdeß geschah der große Schlag bei Wagram und wurde derWaffenstillstand von Znaim geschlossen, in dessen vier Artikel die Räu-mung Tirols von Seiten der Oesterreichs zugestanden wurde, ohnedaß den Tirolern irgend eine Amnestie oder Bürgschaft ihrer Zukunftgewährt worden. Buol erhielt Befehl, abzuziehen.
Am 2. August waren alle Oesterreichs aus dem Lande abge-zogen, dagegen war schon am 27. Juli, von Napoleon entsendet,Lefevre, Herzog von Danzig, mit 30,000 Franzosen, Bayern undSachsen von Salzburg ausmarschirt, um Tirol zu unterwerfen,und sprengte aus, er käme mit 50,000 Mann, um mehr Schreckenzu verbreiten. Unter diesen Umständen schien allerdings jederWiderstand der Tiroler unnütz und nur ihnen selbst verderblich.Sie waren auch ohne Zweifel ruhig geblieben und hätten sich ent-waffnen lassen, wenn man sie nur einigermaßen durch eine Amnestiegetröstet hätte. Da sie sich aber auf Gnade und Ungnade einemfranzösischen Marschall überliefern sollten, da sie an die früherenGräuel in Schwatz zurückdachten und das Schlimmste voraussahen,so befanden sie sich in unbeschreiblicher Noth und Verwirrung. Alsder Feind heranrückte, wehrten sie sich nicht, sondern flohen in'sInnere, so daß der Marschall alle Dörfer menschenleer fand. AuchGeneral Beaumont, der mit 10,000 Mann über die Scharnitz kam,fand keinen Widerstand und entehrte sich, indem er Seefcld in Brandstecken ließ. Schon am 30. Juli zog der Marschall triumphirend inInnsbruck ein.
Jetzt erst faßte Andreas Hofer den hcldcnmüthigen Entschluß,die Berge seiner Heimath abermals zu vertheidigen. Nachdem erschon einige Tage vorher, noch unter den Augen der abziehenden