Band 
Dritter Theil: Die neuere Geschichte.
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Napoleon auf dein Gipfel seiner Macht.

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(nach Paris und Rom) dritte gute Stadt des Reichs, die National-schuld von 90 Millionen eigenmächtig auf 30 herabgesetzt. Der Grafvon St. Leu lebte fortan in Grätz glücklicher, als der König vonHolland im Haag gelebt hatte.

Dagegen wurde ein bisher noch besonders verwalteter Theil vonHannover ganz mit dem Königreich Wcstphalen verschmolzen. Aberauch dießmal spottete Napoleon bald seiner eigenen That, indem erim Moniteur ein Decrct (vom 10. Dez.) der Welt zu lesen gab,daß die Hansestädte und die Länder zwischen Nord- und Ostsee nacheiner vorn Rhein zur Ems und Werra gezogenen Linie (also auchein gutes Stück von Wcstphalen) mit Frankreich vereinigt wären;„denn so wolle es die neue weltbeherrschende Ordnung der Dingeund das Bedürfniß neuer Bürgschaften." Damit waren sogar mehrereRheinbundsürsten (zum Dank für ihre unterwürfige Treue!), wie Salm,Ahrcmbcrg und das Rußland so nah verwandte Oldenburg ver-schlungen. Wer konnte nun noch auf festen Besitz, auf Wort undBündniß trauen? Konnte nicht ebenso der ganze Rheinbund admassirtwerden?

Nachdem auch die Republik Wallis (12. November 1810) alsDepartement SimPlon ganz zu Frankreich geschlagen war, dehntesich jetzt dieß Land in 130 Departements niit 42 Millionen Menschenvon den Pyrenäen bis an die Ostsee, und von Hamburg und Lübeckbis Gaeta aus, die von Frankreich abhängigen Staaten aber vonPortugals bis an Rußlands und der Pforte Gränzen. Selbst nachSchweden schien sich Napolcon's vorwaltender Einfluß erstrecken zuwollen, als es für seinen kinderlosen König zu größerer Sicherheitdes Thrones einen französischen Großen zum einstigen Nachfolgerverlangte. Von Eugen Bcauharnais mußte man abstehen, weilNapoleon die unerläßliche Aenderung der Confession nicht zugebenwollte. Man fiel also auf König Joseph's Schwager Bernadotte,Prinzen von Pontecorvo, der wegen der leutseligen Behandlung ge-fangener schwedischer Officicre den Skandinaviern schon empfohlenwar. Der Kaiser wollte ihm nie recht wohl. Wenn er auch frohwar, des Unbequemen los zu sein, willigte er doch nicht ein ohneein unheimliches Gefühl, daß der Mann als Feind ihm einmal schadenkönne. Ein Versprechen, nie gegen Frankreich Krieg zu führen, ab-zulegen, lehnte der Prinz entschieden ab. Lll dien, parier! tznö

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Am 20. März 1811 wurde endlich sein sehnlichster Wunsch nacheinem leiblichen Neichserben in der Geburt des Franz Karl Joseph