Band 
Erster Theil.
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tigen Serapistempels in Alexandrien herbeizuführen unddiesen Halt des Heidenthums zu vernichten. Sobald Theo-dosius allein Herr des Reiches war, wurden alle ArtenGötzendienst mit harten Strafen belegt, und selbst einbisher widerstrebender Theil der Römer zum Christenthumbewogen; doch die letzte Hand legte erst Alarich's Zer-störung an die Ausrottung des Heidenthums. In Athenhielt es sich in unterdrückter, halbverhehlter Weise, bis dieneuplatonische Philosophenschule im Jahr 529 aufgehobenund jeder Heide mit Gewalt getauft wurde. Auf wenigbeachteten, von der Völkerwanderung nicht berührten Punk-ten, wie z. B. Sardinien, mögen sich die heidnischenCulte hie und da bis auf die Occupation durch die Ma-homedaner erhalten haben." *

H 43. Rumpf des Christenthums gegen seine innern-feinde.

Nach Außen war der Feind überwältigt und nieder-geworfen, desto gieriger fraß er nun im Innern um sich.Der Kampf, den die Kirche gegen das Afterchristenthum,gegen die hundertköpfige Schlange der Irrlehre und Heucheleibestehen mußte, war weil hartnäckiger und gefährlicher,als den sie mit dem Heidenthume aufgenommen hatte.Schon Christus warnte vor den falschen Propheten(Matth. 24, 5. 24), und schon unter den Zwölfen gabes einen Wolf in Schafskleidern. Besonders die Briefe desApostels Paulus sind voll von Warnungen vor Denjeni-gen, die am Glauben Schiffbruch gelitten und Anderedurch hohe Worte der Weltweisheit auf die gleichen Ab-wege verleiten wollen (1. Tim. 1, 19. Kol. 2, 8. u. s. w.).

* Lev a. a. O. S. 78 st.