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Heilung beitrage, damit die seligmachende Lehre durch allemöglichen Mittel Eingang finden könne".* Deßhalb be-dauert auch der Kirchengeschichtschreiber, dem wir diesesBruchstück aus Konstantin's Abschiedsrede in Nicäa ent-nehmen, daß »ein zweifaches Unglück in dieser Zeit aus-gebrochen sei, das eine, die Ränke niedriger, unersättlicherMenschen, durch die das öffentliche Leben befleckt werde,das andere, die unbeschreibliche Heuchelei so Vieler, welchesich in die Kirche einnisten und sich Vorwands halber inden Namen des Christenthums hüllen. Denn leider" fährtder Geschichtschreiber fort, »trieb den Kaiser seine menschen-freundliche Gesinnung, seine Gutmüthigkeit, sein ungefärb-ter Glaube, solchen Scheinchristen, die zugleich ein wahresWohlwollen gegen ihn heuchelten, sein Vertrauen zu schen-ken. Und indem er Ließ that, konnte es ja Wohl geschehen,daß er mitunter in Ungeziemendes verstrickt ward". **
Der kaiserliche Schirmvogt der Kirche, zu welchem sichKonstantin aufgeworfen, hatte einst in Gegenwart vielerBischöfe und namentlich auch des Eusebius bei einemGastmahle die inhaltsschwere Aeußerung von sich gegeben,»sie seien Bischöfe für die innern Angelegenheiten derKirche, er aber von Gotr zum Bischöfe über die äußernAngelegenheiten derselben gesetzt". "* Er war also vonseinem eigenen Gesichtspunkte aus verbunden, den Be-schlüssen der Kirchenversammlung von Nicäa seinen welt-lichen Arm zur Ueberführung in die That zu leihen. Aberunentschieden, wie er war, und der Erhaltung der äußernEinigkeit mehr als gebührte Rechnung tragend, ließer sich dennoch fortwährend den Arianismus gefallen;
* Eusebius, das Leben EonÜanlins III., 2l.
** Ebend. I V., 5-1.
Ebend. II., 24.